text:der_teufelspuetz_zu_oultre
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| - | ====== Der Teufelspütz zu Oultre ====== | ||
| - | Vor langer Zeit geschah es, dass in Oultre ein Mann lebte, der sich viel mit Zauberei abgab und auch ein dickes Buch besaß, worin die Art und Weise beschrieben stand, wie man die bösen Geister beschwören muss. Einmal war der Mann ausgegangen über Feld und hatte seinem Nachbar den Schlüssel von seinem Haus in Verwahrung gegeben. Der Nachbar, welcher von den Zaubereien oft gehört hatte und ein überaus neugieriger Kauz war, schlich sich alsbald nach des Zauberers Abreise in dessen Haus und begann in dem dicken Buch zu lesen. Weil er aber des Anblickes der Geister nicht gewohnt war, erschrak er höchlich, als plötzlich ein solcher vor ihm stand und ihn fragte, was sein Begehr wäre. Der Nachbar wusste auch kein Wörtchen herauszubringen. Darüber erzürnte der Geist, fasste ihn und fuhr mit ihm in die Höhe und wieder nieder, sodass es jämmerlich anzusehen war. | ||
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| - | Der Zauberer kam aber bald wieder nach Hause und fand denn da seinen Nachbar so gräulich zugerichtet. Er wusste im Augenblick nicht, was er anzufangen hatte. Bald aber besann er sich und trug dem Nachbarn auf, zwei Viertel Flachssaat in den Steinpütz zu schütten. Als der Nachbar das getan hatte, befahl der Zauberer dem Teufel, den Samen Körnchen vor Körnchen aus dem Pütz zu lesen. Als der Teufel damit zu Ende war, musste der Mann neuen Samen hineinschütten, | ||
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| - | //Quelle: Johannes Wilhelm Wolf, Deutsche Märchen und Sagen, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845; [[https:// | ||
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