text:der_teufel_und_der_tartarenkoenig
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| - | ====== Der Teufel und der Tartarenkönig ====== | ||
| - | Anfang des 16. Jahrhunderts lebte in Magdeburg ein reicher Bürger und Ratmann, namens Melchior Teufel, der aber für seine Zeit sehr wenig fromm war und in seinem Umgang sich gar nicht wählerisch zeigte, denn er ging nicht bloß mit Leuten aus allerlei Ständen und verdächtigen Herkommens um, sondern er rühmte sich geradezu, dass er gar keinen Glauben habe. Sein bester Freund war der Häuptling einer Zigeuner- oder Tartarenbande, | ||
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| - | Es konnte nicht anders kommen, als das auf den reichen Teufel der Verdacht fiel, durch seine Gottlosigkeit an dem ganzen Unglück schuld zu sein. Man nahm ihn fest und gab folgende Gründe seiner Schuld an: Erstens bezeichne ihn schon sein Name als einen Gottlosen, und dass er und seine ganze Familie dies seien, hätten sie dadurch bewiesen, dass sie nie oder selten den Gottesdienst besucht hätten; zweitens sei seine Mutter die Tochter eines Zigeuners gewesen; drittens hätten böse Geister während des Brandes selbst in der Kirche Unfug getrieben und die Bürger am Löschen gehindert; und viertens endlich habe er selbst während des Gottesdienstes vermutlich darum das Feuer gelegt, weil die meisten Bürger gerade zu der Zeit sich in den Kirchen befanden, also niemand zum Löschen da war. Da er nichts bekennen wollte, wurde er auf die Folter gebracht. Vor Schmerzen gestand er dann, er sei mit dem leibhaften Teufel im Bunde und habe demselben versprochen, | ||
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| - | Bald war das Feuer und der Brauherr Teufel vergessen. Nur wessen sein Weg am Galgen vorbeiführte, | ||
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| - | Hierauf sprach der Fremde: »Nun, mein Freund, kehre wieder zu deinem Kalb zurück, es wird nun wohl ausgeruht haben. Da, wo es wieder stehenbleibt, | ||
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| - | Kaum war der junge Fleischer wieder in die Nähe des Galgens zurückgekehrt, | ||
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