text:der_hungrige_wolf
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| - | ====== Der hungrige Wolf ====== | ||
| - | Anderthalb Meilen von Magdeburg liegt nahe bei der Berliner Chaussee ein achtzehn bis zwanzig Morgen großes Torfmoor. Früher war an dieser Stelle eine ausgedehnte Waldung, die mit dem Biederitzer Forst in Verbindung stand. Diese Gegend heißt noch heute im Volksmund der hungrige Wolf Der Sage nach ist nun diese Benennung aus folgender Begebenheit hervorgegangen. | ||
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| - | Gegen das Ende des Mittelalters drangen einst während eines sehr kalten Winters die wilden Tiere zuweilen sogar bis in die benachbarten Dörfer und Flecken und wagten sich nicht selten, wenn sie nicht in die wohlverwahrten Ställe dringen konnten, an Kinder oder gar Halberwachsene, | ||
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| - | Einst hatte nämlich der alte Ritter von Wolfseck seinen einzigen Sohn mit einem Ritterfräulein verheiraten wollen, sein Sohn aber hatte heimlich eine Liebschaft mit einer gewöhnlichen Bauerndirne angefangen. Als er die ihm von seinem Vater bestimmte Braut zurückwies, | ||
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| - | Diesen Bann hatte nun der arme Schäfer gelöst, denn seine Geliebte war die Tochter des alten Ritters Wolf von Wolfseck. Der graue Wolf aber, der solange die umliegenden Dörfer in Schrecken gesetzt hatte, war ihr Bruder, den der Vater im Zorn verwünscht hatte. Die Wölfin mit den fünf Jungen war niemand anders als die Gattin des jungen Ritters mit ihren Kindern. Bald stellte sich zudem noch heraus, dass der junge Retter kein armer Schäfer, sondern der Sohn eines Ritters von Schwarzenfels war. Dieser hatte sich mit dem Edelfräulein verheiratet, | ||
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