text:der_brocken
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| - | ====== Der Brocken ====== | ||
| - | Der höchste Gipfel des Harzes ist der Brocken, der im Volksmund auch Blocksberg genannt wird. | ||
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| - | Woher der Name »Brocken« stammt, ist nicht festzustellen und die verschiedensten Vermutungen werden darüber aufgestellt. Die älteste und, wie wohl anzunehmen, richtigste Form ist Brakenberg, von Braken abgeleitet. Das Wort Braken nämlich bedeutet untaugliches Gehölz, wie es auch der Brocken trägt. Drei größere Flüsse, die Bode, die Ecker und die Ilse sowie mehrere kleinere, entspringen am Brocken und trennen denselben von den anderen Bergen des Harzes. Nur der Kleine Brocken und die Heinrichshöhe hängen unmittelbar mit den umliegenden Höhen zusammen. | ||
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| - | Der Weg auf den Brocken führt zunächst durch Nadelwald. Je höher man steigt, um so krüppelhafter wird der Baumwuchs, bis er schließlich nur am Boden kriechendes Holz aufzeigt. Schon im Wald findet man wunderbar aufgeschichtete Felsentrümmer, | ||
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| - | Schon im Jahre 1736 wurde das noch vorhandene Wolkenhäuschen auf Veranlassung des Grafen Stolberg-Wernigerode zum Schutz der Reisenden auf dem Gipfel erbaut. Dann errichtete man ein dürftiges Wirtshaus auf der Heinrichshöhe, | ||
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| - | Vom Brockenturm aus hat man eine herrliche Rundschau und kann bei klarem Wetter 89 Städte und Flecken sowie 638 Dörfer ganz oder zum Teil übersehen. | ||
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| - | Sonnenaufgang oder -untergang bieten ein großartiges Schauspiel, das man leider nicht oft ungetrübt genießen kann, da der Nebel besonders den Sonnenaufgang allzu oft dem Auge verbirgt. Stattdessen hat man dann aber zuweilen einen eigentümlichen Anblick. Wenn nämlich der Nebel die Landschaft umhüllt und der Brocken wie eine Insel aus dem Meer hervortaucht. Nach und nach aber, sobald der Nebel niederschlägt, | ||
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| - | Zu den selteneren, aber interessantesten Launen des Brockenwetters gehört das Brockengespenst, | ||
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| - | Berühmt und berüchtigt ist der Brocken durch seine Hexen- und Teufelssagen. Am ersten Mai, in der Walpurgisnacht, | ||
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| - | Diese Sage entstammt jener Zeit, da Karl der Große das Christentum mit Gewalt bei den Sachsen zur Einführung brachte. Die alten Heiden konnten sich nicht so bald von ihren Göttern trennen. Darum ließen sie nicht ab, ihre Hauptfeste, zu denen vor allen der l. Mai gehörte, nach wie vor durch Opfer zu feiern. Als aber von fränkischer Kriegsmacht Wachen aufgestellt wurden, um die heidnischen Gebräuche zu verhindern, griffen sie zu allerlei Vermummungen, | ||
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| - | Lange Jahre, Jahrzehnte und vielleicht Jahrhunderte währten trotz aller Verbote derlei Bräuche fort. Am 1. Mai loderten Freudenfeuer auf den Gipfeln der Berge auf und noch heute erhält sich die alte Sitte, wenn auch nicht überall und wenn auch in neuer christlicher Bedeutung. Von den Kindern wurden früher das ganze Jahr hindurch abgenutzte Besen gesammelt, am ersten Mai aufgeschichtet, | ||
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| - | Auch im April wurden zu Ehren der Göttin [[gott: | ||
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| - | Die Sage von dem Hexenspuk in der Walpurgisnacht hat sich beim Volk so festgesetzt, | ||
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| - | //Quelle: Im Zauberbann des Harzgebirges, | ||
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