text:blankenburg
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| - | ====== Blankenburg ====== | ||
| - | Die Blankenburg, | ||
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| - | Schon auf meilenweite Entfernung leuchtet die Burg von dem bläulich schimmernden Blankenstein dem Wanderer entgegen, und entzückt blickt das Auge auf ihre liebliche Umgebung. | ||
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| - | Die Zeit der Gründung ist nicht festzustellen, | ||
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| - | Ein späteres Geschlecht nannte sich Grafen von Blankenburg und erhielt die Besitzung als Lehn vom Herzoge von Sachsen. Die jüngere Linie dieses Grafengeschlechts war im Besitz des Reinsteins und der Heimburg. Nach dem Erlöschen der Hauptlinie aber kam auch die Blankenburg in ihren Besitz. | ||
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| - | Von mancherlei Zerstörungen durch Krieg oder sonstige Schicksalsschläge wurde die Burg heimgesucht, | ||
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| - | Ganz besonders ließ es sich im 16. Jahrhundert Graf Ulrich V. angelegen sein, das Schloss aufs Beste zu verstärken und zu vergrößern. Aber schon im Jahr 1586, als sein Bau kaum vollendet war, entstand eine furchtbare, durch Tücke angelegte Feuersbrunst, | ||
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| - | Als im Jahr 4599 die Reinstein-Heimburgsche Linie erlosch, kam das Schloss an die Herzöge von Braunschweig. Auch den Stürmen des Dreißigjährigen Krieges entging Blankenburg nicht ganz, wie die an der Südseite eingemauerten Kanonenkugeln bezeugen, die Wallenstein vom Catrinusberg gegen dasselbe abschießen ließ. Größere Zerstörungen wurden indessen nicht angerichtet. | ||
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| - | Nach und nach wurde das Schloss mit fürstlicher Pracht ausgestattet und erreichte im 18. Jahrhundert seine höchste Glanzperiode, | ||
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| - | Der Grund dieser Wandlung war, dass die älteste Tochter des Herzogs Ludwig Rudolf mit Kaiser Karl VI. vermählt wurde. Die berühmte Kaiserin Maria Theresia war eine Tochter dieser Christine Elisabeth von Blankenburg. | ||
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| - | Auch einer jüngeren Tochter des Herzogs war ein anscheinend glänzendes Los bestimmt, da Peter der Große sie zur Gemahlin des Thronfolgers, | ||
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| - | Nachdem Ludwig Rudolf das zeitliche gesegnet hatte, verlebte seine Witwe, die hochverehrte Christine Luise, ihre letzten Jahre in Blankenburg. Von ihr wurde auch das nun verfallene Lustschlösschen Luisenburg auf dem Catrinusberg angelegt. Nach ihrem Tod wurde Blankenburg nur selten, meistens zur Jagdzeit von seinem Besitzer bewohnt. | ||
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| - | Viele Erinnerungen an frühere Zeiten beherbergt das Schloss, unter anderen manch altes Gemälde sowie die Porträts der lieblichen Töchter Ludwig Rudolfs, Maria Theresias und Egmonts. Auch das Bild einer gespenstischen weißen Frau, die Unheil verkündend sich in diesem, wie in manchen anderen Schlössern zeigen soll, hängt in der Bibliothek. | ||
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| - | Hinter dem Schloss ist der herzogliche Wildpark, der Tiergarten, mit herrlichen Laubgängen und von munteren Hirschen und Rehen belebt. | ||
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| - | Der Ursprung der am Fuße des Blankensteins liegenden Stadt Blankenburg reicht in die älteste Zeit zurück und soll als ehemaliges Dorf von Heinrich I. zur befestigten Stadt erhoben sein. | ||
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| - | //Quelle: Im Zauberbann des Harzgebirges, | ||
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text/blankenburg.1635855405.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
