text:959._vom_edlen_moeringer
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| - | ====== Vom edlen Möringer ====== | ||
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| - | Es gibt ein altes Lied vom edlen Möringer, das war ein freisamer Rittersmann, | ||
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| - | Der edle Möringer befand sich im Pilgerkleide vor einer Mühle, die sein war, und dicht unter seiner Burg klapperte, und trat zum Müller hin und fragte selbigen: Müller, was giebt es gutes neues hie zu Lande? Ich bin ein Wallbruder und komme von fern her. – Gutes giebt’s und Schlimmes, wie man’s nimmt! – erwiederte der Müller. Der Herr von Neuffen nimmt heint droben auf der Burg des edlen Möringers Frau oder Wittib zum Weibe, denn leider soll unser guter Herr in Sankt Thomas Lande Todes verfahren sein. – Da ging der edle Möringer zu seiner Burg empor, heischte Almosen und Imbiß und Nachtlager um Gottes und Sankt Thomas Willen, und um des alten Möringers Seele. – Als das die Burgfrau hörte, hieß sie den Alten einlassen und Speise geben und herbergen, so lange er wolle, denn sie war fröhlich in ihrem Herzen. Wie nun der Abend kam, sprach ein Dienstmann, daß des edeln Möringers Sitte gewesen sei, von einkehrenden Pilgrimen ein Lied zu begehren, und da rief gleich der Hochzeiter von Neuffen: rufet uns den Pilger, er singe uns ein Liedlein, bevor wir zu Bette gehen. – Und da kam der Pilgrim und sang: wie er zwar langes Schweigen gelobt habe, nun aber brächten schöne Frauen ihn zum Singen, und er bitte den jungen Mann, ihn an der alten Braut zu rächen und mit seiner Lauten in den Sang einzustimmen. Er sei alt und graubärtig, | ||
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