text:942._die_schlangenamme
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| - | ====== Die Schlangen-Amme ====== | ||
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| - | Eine Frau aus einem Dorfe in Schwaben hatte ein säugendes Kind, und ging hinaus zur Heuet, legte das Kind in den Schatten und wartete ihres Tagewerkes. Da nun die Mittagszeit da war, ging sie zu ihrem Kinde, nahm es an ihre Brust, ließ es trinken, und entschlummerte. Als das Kind getrunken hatte, ließ es von seiner Labequelle und entschlief auch, und die Mutterbrust blieb offen. Da kam ein kleines Schlänglein geschlichen, | ||
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| - | Hernachmals hat es sich begeben, daß dieselbe Frau, die sich wieder gut erholt hatte und wieder zu Kräften gekommen war, vor ihrer Thüre saß, und ihr Kind in den nahen Wald in die Beeren gegangen war. Da hört sie plötzlich die Leute schreien: ein Bär, ein Bär im Walde! eine Schlange! hu! eine Schlange! – Und denkt entsetzt ihres Kindes, und stürzt hin, da erblickt sie den Bären, und nahezu liegt ihr Kind und sie weiß nicht ob es tod oder lebendig, und der Bär stürzt brüllend zusammen, und der schlummernde Knabe erwacht. | ||
| - | Eine großmächtige Schlange hat den Bären erdrosselt, als er das Kind packen wollte, und das ist dieselbige Schlange gewesen, welche die Frau mit ihrer Milch so stark und groß geschwellt, sonst hätte sie den Bären nimmer erdrücken können. | ||
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