text:89_geister_zu_uhlstaedt_werfen_und_obercrossen
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| text:89_geister_zu_uhlstaedt_werfen_und_obercrossen [2021/08/26 16:05] – ewusch | text:89_geister_zu_uhlstaedt_werfen_und_obercrossen [2023/04/07 21:37] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ====== Geister zu Uhlstädt, Werfen und Obercrossen ====== | ||
| - | S. Altenb. Kirchengalerie Abth. II. S. 115. | ||
| - | |||
| - | Im J. 1669 erschien einer Wittfrau zu Uhlstädt, einem Marktflecken bei Kahla, bei Nacht der Geist ihres Mannes und verkündigte ihr unter Anderem, daß sie bald sterben müsse, sie hat aber gleichwohl noch viele Jahre gelebt. | ||
| - | |||
| - | 1662 erschien der Geist eines Ertrunkenen seinem Bruder G. Geilfuß von Mitternacht an bis gegen Morgen und sprach Vieles mit ihm. | ||
| - | |||
| - | 1681 den 21. Novbr. ertrank Gell’s Weib in der Saale und erschien als Gespenst 8 Tage darauf ihrem Manne, als er sich eben Abends 8 Uhr niedergelegt hatte, sprach und stöhnte wie bei ihren Lebzeiten, wo sie an Engbrüstigkeit gelitten hatte. Auf Befragen, warum sie käme, antwortete sie, sie habe auf dem Grunde der Saale einen goldenen Ring gefunden, den sie ihm geben wolle. Er weigerte sich, ihn aus ihrer Hand zu empfangen, sie solle ihn aufs Deckbett werfen, was sie auch that. Er versicherte, | ||
| - | |||
| - | Von Werfen, einem Filialdorfe von Uhlstädt, wird berichtet, daß der Satan vom 23. Novbr. 1702 bis zum 2. Weihnachtsfeiertag nach Johann Anders und dessen Hause mit gebranntem Lehm und mit Steinen oft von 3–4 Pf. Schwere geworfen habe und zwar meistens von Morgens 6–8 und des Abends von 8–9 Uhr, auch nach andern Leuten warf er, aber beschädigte Niemanden, wiewohl er alle Fenster und vieles Andere zertrümmerte. Am schlimmsten trieb er es den 26. Decbr.; nun hielt aber der Pfarrer kirchliche Fürbitten und da hörte es auf. | ||
| - | |||
| - | Zu Obercrossen, | ||
| - | |||
| - | Im J. 1684 curirte eine Hexe, Namens Katharine Deiner, kranke Menschen und Thiere durch den Spruch: | ||
| - | |||
| - | Verschwind Du böses Gesichte\\ | ||
| - | Wie ich Dich fand,\\ | ||
| - | Wie der Mann verschwand, | ||
| - | Der die Winde wand,\\ | ||
| - | Da sie Gott den Herrn mit an’s Kreuz band!\\ | ||
| - | |||
| - | Verschwinde Du böses Gesichte\\ | ||
| - | Und Jahre hinweg in ein tiefes Meer\\ | ||
| - | Und lege Dich unten bis auf den Grund\\ | ||
| - | So werd ich wieder gesund!\\ | ||
| - | Im Namen des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes. Amen!\\ | ||
| - | |||
| - | //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 394; [[https:// | ||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
text/89_geister_zu_uhlstaedt_werfen_und_obercrossen.1629986743.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
