text:755_die_sagen_vom_protschenberge_bei_budissin
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| - | ====== Die Sagen vom Protschenberge bei Budissin ====== | ||
| - | Nr. I. bei Köhler, Bilder a. d. Oberlausitz. Budissin 1854. S. 114. sq. | ||
| - | Nr. II. u. III. bei Gräve S. 170 u. 171. sq. und im Laus. Mag. 1838. S. 128. sq. | ||
| - | Nr. IV. u. V. bei Ziehnert Bd. III. S. 265 sq. | ||
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| - | === I. === | ||
| - | Der alten [[burg: | ||
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| - | Vor mehreren hundert Jahren ging ein verarmter Bürger [[geo: | ||
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| - | Jetzt begann er ein neues Leben, aber nicht ein Leben voll Gottesfurcht. Er betete nicht, er arbeitete nicht, sondern saß vom Morgen bis zum Abend im [[typ: | ||
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| - | === II. === | ||
| - | Jene Höhle wird zuweilen noch die Judenschule genannt, und zwar aus folgendem Grunde. Es sollen nämlich zur Zeit der Judenverfolgungen ihrer Sicherheit wegen, und um nicht in ihren Religionsübungen gestört zu werden, sich mehrere Juden daselbst versammelt und feierlich angelobt haben, daß, wenn sie unentdeckt bleiben und unbehindert mit ihrem Vermögen nach Polen gelangen würden, sie dieses nie vergessen, vielmehr jährlich an einem bestimmten Tage an diesem Orte reichlich Spenden vertheilen würden. Ihr Abgang muß ungehindert geschehen sein, denn als einst im 16. Jahrhundert eines Sonntags (es soll der Erlösungstag aus der babylonischen Gefangenschaft gewesen sein) nach der Frühkirche ein ehrsamer Bürger Budissins, Namens Gotthelf Arnst, in dieser Gegend lustwandelte, | ||
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| - | === III. === | ||
| - | Nach einer andern Sage sollen die früher theils in Seydau lebenden, theils die in der Stadt Budissin nach ihnen benannte Gasse in Menge bewohnenden Juden in dieser Höhle ihre Schätze und Kostbarkeiten verborgen haben, um dieselben bei den gegen sie verhangenen Verfolgungen zu sichern, zur Zeit der Noth davon Gebrauch zu machen und sie gelegentlich nach und nach unbemerkt fortzuschaffen. Da nun aber ihre Vertreibung plötzlich erfolgte, so hatten sie sich eilig, glücklich, nur mit dem Leben davon zu kommen, fortbegeben, | ||
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| - | === IV. === | ||
| - | Einst soll in diese verrufene [[typ: | ||
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| - | === V. === | ||
| - | Einst spielten Kinder armer Eltern an diesem Berge und fanden einen Haufen Kohlen. Da sie die Armuth ihrer Eltern kannten, dachten sie klug genug, von diesen Kohlen soviel mitzunehmen, | ||
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| - | //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 138; [[https:// | ||
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