text:665_die_unheimlichen_gaeste_in_werda
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| - | ====== Die unheimlichen Gäste in Werda ====== | ||
| - | Köhler, Volksbrauch im Vogtlande, S. 537 | ||
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| - | In dem Dorfe [[geo: | ||
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| - | Der Bursche fragt nach seinem Begehr, erhält aber keine Antwort. Nachdem er sich vom [[typ: | ||
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| - | Aber wie von einer unsichtbaren Macht gefesselt, kann er seinen Blick nicht von dem Buche abwenden und er fängt wieder an zu lesen. Jetzt aber entsteht im Hause ein großes Gepolter und [[typ: | ||
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| - | Jetzt aber wird’s unserem Geisterbeschwörer himmelangst und er ruft aus vollem Halse um Hilfe. Es dauert aber lange, ehe die gewünschte Hilfe kommt. Endlich kommt der Bruder des Burschen mit noch einigen Nachbarssöhnen nach Hause und diese sehen nun, was vorgefallen ist. Der Sohn des Wirths, der auch mit hinzugekommen war, läuft sogleich zum [[typ: | ||
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| - | Derselbe läßt sich bewegen mitzukommen, | ||
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| - | //Das Buch, in welchem der Bursche las, ist Faust´s Höllenzwang, | ||
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| - | //Ein alter Mann in Eichelborn in Thüringen hatte große Kenntnisse in geheimen Künsten. Einst las er abends in einem großen Buche, während ein Knabe bei ihm in der Stube war. Da wurde er hinaus gerufen. Der Knabe las trotz des Verbotes in dem Buche, und da kamen viele Raben, welche von außen an das Fenster pochten. Aus das ängstliche Geschrei des Knaben kam der Alte zurück, gab dem Ungehorsamen eine derbe Ohrfeige und las in dem Buche schnell einige Worte, siehe, sofort verschwanden die Raben wieder. (O. Richter, Deutscher Sagenschatz, | ||
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| - | //Dieselbe Sage findet sich auch bei den Lausitzer Wenden. Als ein Bauer, welcher am Schlossberge zu Burg in der Niederlausitz wohnte und der im Besitze eines „Charakters“ war, einmal aus dem Felde arbeitete, suchte daheim sein Sohn das Zauberbuch hervor. Beim Lesen desselben kamen ebenfalls Hasen. Krähen und andere Vögel zu Tür und Fenster herein. Der Vater, von Unruhe und Angst getrieben, lies eilig nach Hause und sahe, was der Sohn angerichtet hatte. Da nahm er das Buch zur Hand und las alle Stellen, welche der Sohn gelesen hatte, rückwärts, | ||
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| - | //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 59; [[https:// | ||
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