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text:633_die_entstehung_von_schoeneck

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-====== Die Entstehung von Schöneck ====== 
  
-    Poetisch beh. v. Ziehnert Bd. II. S. 89 sq. 
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-Das zum Amte Voigtsberg gehörige Städtchen [[geo:schöneckvogtland|Schöneck]], der höchst gelegene Ort des [[region:vogtland|Voigtlands]], soll seinen Namen folgender Ursache verdanken. Einst soll der kaiserliche Landvoigt Heinrich [[familie:Reuß]] (der Reiche um 1140-50?) auf der [[typ:Jagd]] von seinem Gefolge getrennt worden und auf ein Bärenlager gestoßen sein. Die für ihre Jungen besorgte [[typ:bär|Bärin]] sprang auf sein Roß los, dasselbe stürzte von ihrem wüthenden Angriff zu Boden, und es würde um den Landvoigt geschehen gewesen sein, da sein [[typ:Schwert]] beim [[typ:sturz|Sturze]] zerbrach, wäre nicht ein junger [[typ:Köhler]] auf sein Hilferufen herbeigeeilt und hätte das wüthende Thier von hinten mit seinem Schürbaum erschlagen.  
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-Der Voigt erlaubte nun seinem Retter, sich eine [[typ:Gnade]] auszubitten, und derselbe gestand ihm, er habe eine Geliebte, die er aber nicht heirathen könne, weil er zu arm sei, er bitte nur um einen Platz, wo er sich ein Häuschen bauen könne und um Holz dazu. Da lachte der Reuß und sagte ihm, er möge in seinem Lande sich aussuchen, welchen Platz er wolle, wo er sich ein Haus bauen möge, Holz möge er aus dem nächsten Walde nehmen und Steine brechen, so viele er brauche, und so ihn Jemand nach seinem Rechte fragen werde, dem solle er diesen seinen [[typ:Ring]] und sein zerbrochenes [[typ:Schwert]], welches er ihm einhändigte, vorzeigen.  
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-Darauf zog der [[typ:Köhler]] lange mit seinem Liebchen im [[region:vogtland|Voigtlande]] herum und nirgends wollte denselben ein Ort passend scheinen, endlich kamen sie auf einen hohen Berg voll Wald und üppigen Graswuchs, da rief sie: „das ist ein gar schön Eckchen, da kann man weit aus schauen, da wollen wir bauen!“ Und so geschah es auch, der Köhler baute sich ein Häuschen und brannte einen Meiler an, und nach und nach zogen auch andere Leute dahin und baueten sich um das Häuschen herum an, und so entstand nach und nach ein Flecken, den hieß man zum Andenken Schöneck.  
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 39; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_039.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei WikisourceVersion vom 1.8.2018]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 vogtland schöneckvogtland jagd bär sturz schwert köhler rettung gnade dank ring vogt reuss }} 
text/633_die_entstehung_von_schoeneck.1682018262.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)