text:630._der_dresdner_moench
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| text:630._der_dresdner_moench [2023/12/20 16:56] – angelegt ewusch | text:630._der_dresdner_moench [2024/02/29 16:19] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | [[sagen: | ||
| - | **[[buch: | ||
| - | [[sagen: | ||
| - | ====== Der Dresdner Mönch ====== | ||
| - | |||
| - | Zu Dresden hat vorzeiten ein Barfüßerkloster gestanden, welches Heinrich der Erlauchte, Markgraf zu Meißen, neben seinem Schlosse erbaute, das nannte man auch das Paraptenkloster wegen der Holzschuhe oder Sandalen, so jenesmals die Mönche trugen. Das Kloster hat mit dem Schlosse durch einen Gang in Verbindung gestanden und stand an der Stelle, wo man es heutiges Tages den Taschenberg nennt. Als das Kloster im Laufe der Zeit eingegangen war, ist noch ein Barfüßer übriggeblieben und hat umhergespukt in grauer Kutte, mit einer Laterne in der einen Hand und unterm Arme etwas tragend, und dieses Etwas war sein Kopf. Warum und wodurch der Mönch selbigen seinen Kopf von der rechten Stelle verloren, weiß niemand mehr, er machte aber auf diese Weise eine Art Nachtrunde, zeigte sich zuerst in der Nähe des Schlosses, umwandelte dann die Wälle und Bastionen der Altstadt und kam auch in die Stadt. Nur in der Mitternachtstunde geschahe das, und die Schildwachen wurden seiner gewohnt; niemand erfuhr von ihm ein Leid, niemand sahe klar, woher der Mönch kam und wo er verschwand. Wenn er mehrere Male kurz hintereinander erblickt wurde, hat es jedesmal den Tod einer Person des kurfürstlichen Hauses vorbedeutet oder sonst ein Unglück. Im Jahre 1698 am 5. Oktober zeigte er sich an allen Toren, vornehmlich aber am Pirnaischen, | ||
| - | |||
| - | // | ||
| - | * // | ||
| - | * // | ||
| - | |||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
text/630._der_dresdner_moench.1703087767.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
