text:62._die_beiden_frauen_zu_aulosen
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| - | ====== Die beiden Frauen zu Aulosen ====== | ||
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| - | Vergl. Ueber die Altmark. II. S. 133. | ||
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| - | Vor vielen hundert Jahren lebte auf seinem Schlosse zu Aulosen in der Wische ein Herr von Jagow. Er hatte eine Frau und viele Kinder; aber weil er sehr fromm und gottesfürchtig war, so ließ er Alles im Stich, und zog mit den deutschen Heeren in den Türkenkrieg, | ||
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| - | Es war gerade auf Grünen Donnerstag des Mittags, als der Ritter mit seiner gewesenen Türkin auf seinem Schlosse zu Aulosen ankam. Seine deutsche Hausfrau und seine Kinder saßen am Mittagstisch und aßen Erbsen und Stockfisch. Sie freueten sich sehr, wie sie ihren Herrn und Vater wieder sahen, den sie todt geglaubt hatten, und die erste Frau nahm die mitgebrachte zweite mit Freuden neben sich auf. Beide Frauen wurden die besten, verträglichsten Freundinnen, | ||
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| - | Der Ritter stiftete zum Andenken an seine glückliche Heimkehr auf den Grünen Donnerstag eine Armenspende, | ||
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