text:6._glindes-moor
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| - | Adam von Bremen II. 30. | ||
| - | von Heß, Topographie III. 117. | ||
| - | Zimmermann, Hamb. Chronik S. 226. Vielleicht bedeutet der Namen Askomannen | ||
| - | richtiger Schiff-Männer von Ask, ein Schiff. | ||
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| - | Damals, zur Zeit des Erzbischofs Libentius II., als die Normannen wiederum die Küsten der Nordsee mit Feuer und Schwert heimsuchten, | ||
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| - | Und da sie nun ihren ferneren Raubzug auf die Stadt Hamburg richteten, unterwegs aber in ein Irrsal von weiten Sümpfen, Mooren und wüsten Haiden geriethen, so zwangen sie einen Edlen dieser Gegend, den Herward, daß er ihnen als Wegweiser diene. Der aber haßte die Feinde und sann auf ihre Vernichtung. Darum gab er insgeheim den erzbischöflichen Kriegern in Bremen wie in Hamburg Kunde von seinem Vorhaben, und führte dann die Askomannen bis auf die Berge, welche sich bei dem jetzigen Harburg längs der Elbe hinziehen. Und als die Normannen sich Hamburg gegenüber sahen, waren sie froh, und gedachten bald hinüber zu kommen, um die Stadt Hamburg dem Erdboden gleich zu machen, wie vormals ihre Stammesgenossen gethan. Da aber führte sie Herward hinunter in das tiefe Moor- und Sumpfland an der Elbe, welches damals Glindesmoor hieß, und sobald die ersten Schaaren diesen verderblichen Boden betreten hatten und darin versanken, stürmten seit- wie hinterwärts aus den waldigen Bergthälern die Bremischen und Hamburgischen Kriegsleute herbei und begannen zugleich mit den sich befreienden Gefangenen einen furchtbaren Kampf. Und die Feinde, obschon an Zahl den Unsrigen weit überlegen, fanden keinen Ausweg, keine Rettung, – wollten sie dem schmählichen Tode in Moor und Sumpf entrinnen, so fielen sie unter den Schwertern und Streitäxten der Sächsischen. Und solchergestalt kamen sie Alle um bis auf den letzten Mann, bei 20,000. | ||
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| - | Herward aber wurde hochgepriesen und viel geehrt, und man nannte seinen Namen neben dem des glorreichen Cheruskerfürsten Hermann, der vor alter Zeit in ähnlicher Weise im Teutoburger Walde das deutsche Land von den Römern befreit hatte. | ||
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| - | So geht die Sage. Andere freilich meinen, der Ort dieser Schlacht sei jenes Glindesmoor gewesen, welches in der Cremper Marsch, diesseits der Elbe, liegt; aber das ist irrig, denn dahin kamen die Askomannen nicht. Mit mehr Recht vermuthen Andere, daß die That weiter ins Bremische Land hinein, zwischen den Flüssen Oste und Hamme, geschehen sei, woselbst es auch große Moore und Waldungen giebt, und die heutigen Ortsnamen Glinstermoor und Glinstedt darauf hinzudeuten scheinen. | ||
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| - | Folgen wir aber unserer Sage, so sehen wir durch sie auch unser heutiges Moorburg verherrlicht, | ||
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| - | Die Burg ist seitdem verschwunden, | ||
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| - | Noch in neuerer Zeit sah der classische Kriegsboden des alten Glindesmoor Kampf und Sieg der Deutschen Waffen. Am 1. und 4. April 1814((Das Treffen von 1814 berichtet Reddermeyer, | ||
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| - | //Quelle: Otto Beneke: Hamburgische Geschichten und Sagen. Hamburg: Perthes-Besser & Mauke, 1854, Seite 15. [[https:// | ||
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