text:59._die_rothe_erde_bei_krumke
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| - | ====== Die rothe Erde bei Krumke ====== | ||
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| - | Ueber die Altmark. II. S. 40. 41. | ||
| - | Enzelt Chronik der Altmark. S. 100. | ||
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| - | Unweit der Stadt Osterburg liegt das Dorf Krumke, welches dem Herrn von Kahlden zugehört. In der Nähe dieses Dorfes, da wo jetzt die Krumkesche Schäferei liegt, ist vor langen Jahren eine große und mörderische Schlacht vorgefallen, | ||
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| - | Nach einer anderen Sage ist an dieser Stelle eine mörderische Schlacht zwischen den Städten Seehausen und Osterburg vorgefallen. Der Anführer der Einwohner von Osterburg hat in derselben auf einem Ochsen geritten. Auf diesen Umstand beziehen sich die zwei letzten Verse des folgenden alten Liedes, welches die sieben Städte der Altmark charakterisirt: | ||
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| - | De Stendaler drinken gerne Win,\\ | ||
| - | De Gardeleger wüllen Junker sin,\\ | ||
| - | De Tangermünder hebben den Moth,\\ | ||
| - | De Soltwedler hebben det Goth,\\ | ||
| - | De Seehuser det sind Ebenthür, | ||
| - | De Werbner geben den Weiten dühr,\\ | ||
| - | De Osterborger wollden sich reken,\\ | ||
| - | Und deden den Bullen vör den Bären steken.\\ | ||
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| - | Ueber diese zwei letzten Verse hat man indeß auch noch eine andere Sage. Vor langen Jahren nämlich sah der Thurmwärter zu Osterburg eines Tages einen großen Haufen Thiere auf die Stadt zukommen. Er hielt sie für Bären, und er eilte voller Schrecken vom Thurm herunter in die Stadt und verkündete den Bürgern, daß eine Menge Bären im Anzuge auf die Stadt wären. Da kam denn die gesammte Bürgerschaft zusammen, mit Spießen, Stangen, Mistforken, und was man sonst in der Eile an Waffen hatte aufgreifen können. Die zogen dem schrecklichen Feinde entgegen. Als sie ihn aber erreicht hatten, da sahen sie, daß es eine Heerde Ochsen waren, die friedlich der Stadt zugetrieben wurden. | ||
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| - | Zur Auslegung der übrigen vorstehenden Verse mag folgende Auskunft nicht uninteressant sein. In und bei Stendal wurde im Mittelalter viel Weinbau getrieben, den zuerst die unter Albrecht dem Bären (regierte von 1142 bis 1170) eingewanderten Rheinländer, | ||
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