text:52._st._katharinens_handschuh
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| - | ====== Die Königstochter vom Rhein ====== | ||
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| - | Vor grauen Zeiten soll das alte Worms auch die Hauptstadt des burgundischen Reiches gewesen sein. | ||
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| - | Ein Zigeunerweib stahl aus der Insel des Rosengarten eine Königstochter in einem kleinen Badewännlein, | ||
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| - | Da grüßte und umfing er sie als seine liebe Schwester, und als die Wirthin eintrat, fragte er diese, von wem und von wannen sie diese edle Jungfrau habe? Die Wirthin erschrak gar sehr, zitterte und erbleichte und fiel auf die Kniee. Sie hatte, da die Wärterin nur auf eine kurze Zeit sich ent/fernt, Kind und Wännlein davon getragen und war eilend in einem Kahn über den Rhein hinüber gefahren. | ||
| - | Da zog der Königssohn sein Schwert, das war sehr spitz und scharf, und stach die böse Wirthin damit in das Ohr, daß die Spitze zum andern Ohr wieder heraustrat, hob die Maid sammt dem Wännelein auf sein Roß und ritt gen Worms zu seiner Frau Mutter. Die Königin wunderte sich baß, als sie das Paar so seltsam daher reiten sah, und fragte ihren Sohn: welch eine Dirne bringst du uns daher? Sie führt ja ein Wännelein mit sich, als wenn sie mit einem Kinde ginge? – Frau Mutter, ich bringe keine Dirne, sondern Euer verlornes Kind, mein lieb Schwesterlein, | ||
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