text:51._dat_luette_ruemeken
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| text:51._dat_luette_ruemeken [2021/12/10 21:48] – ewusch | text:51._dat_luette_ruemeken [2024/03/27 11:40] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ====== Dat lütte Rümeken ====== | ||
| - | (1429) | ||
| - | |||
| - | Als Sage auch von Geschichtschreibern erzählt, | ||
| - | z. B. Schmid, histor. Beschreibung Altona’s S. 21. | ||
| - | Urkundlich ist der Erwerb dieser Gegend abseiten Hamburgs schon im 13ten Jahrhundert nachzuweisen | ||
| - | |||
| - | Unter den vielen guten Holsteinischen Fürsten aus dem Hause Schauenburg ist auch der Graf Otto zu nennen, welcher um 1429 zu Pinneberg auf seinem Schlosse residierte und seine Herrschaft wohl regierte. Er war ein freundlicher Nachbar unserer Stadt und lebte mit mehreren Herren des Raths in guter Gevatterschaft; | ||
| - | |||
| - | Als er einstmals also da sitzet und zecht mit den Hoch- und Wohlweisen und ist guter Dinge (und die Wohlweisen trachten, wie sie ihn noch fröhlicher machen und lassen ihm vom Mutterfäßchen den besten Firne-Wein zapfen), da ereignet es sich, daß unvermuthet schnell die Zeit verstrichen und die Stunde, da alle Stadtthore fest verschlossen werden, vorüber ist. Saß also Herr Otto in der Stadt und konnte vor Tagesanbruch nicht wieder heim. Die Hoch- und Wohlweisen aber – vielleicht waren es Herr Bürgermeister Hinrich vom Berge und die Herren Erich von Tzeven, Martin Swartekopp und Simon von Utrecht, allesammt berühmte Männer und tapfere Kriegshelden – wußten ihrem Ehrengaste das Unglück so vergnüglich vorzustellen, | ||
| - | |||
| - | Andern Morgens, als er heimkehrend über das abgetretene „lütte Rümeken“ ritt, verwunderte er sich sehr über dessen Umfang, aber er war ein edelmüthiger Herr, der fröhliche Schwänke wohl leiden konnte, darum lachte er über die List seiner Gastfreunde, | ||
| - | |||
| - | Also soll es gekommen sein, daß die Stadt Hamburg den großen Raum bis an den Altonaer Grenzbach erworben hat. Und die seine Art, wie damals die weisen Väter der Stadt für deren Vergrößerung sorgten, wollen wir loben, und die schöne Bürgermeisters-Frau dankbar preisen – auch wenn diese Geschichte nur eine Sage ist. | ||
| - | |||
| - | //Quelle: [[autor: | ||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
text/51._dat_luette_ruemeken.1639169290.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
