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| - | ====== Der Kobold im Pfarrhause zu Gröben ====== | ||
| - | S. Kurze Untersuchung vom Kobold von einem nach Engelland reisenden Passagier. o. O. 1719 in-4°, S. 87 fgg. | ||
| - | Dagegen Gfr. Wahrlieb (J. Chr. Franke) Deutliche Vorstellung der Richtigkeit der vermeinten Hexereien und | ||
| - | des ungegründeten Hexenprozesses. Amst. 1720 in-4°. Jer. Heinisch, Das Zeugniß der reinen Wahrheit von den | ||
| - | Sonder- und wunderbaren Wirkungen eines insgemein sogenannten Kobolds oder Unsichtbaren Wesens in der | ||
| - | Pfarrwohnung zu Gröben nebst einem zur Prüfung übergebenen Versuch, wie weit in der Erkäntniß dieser Sache | ||
| - | zu gelangen. | ||
| - | Jena 1723 in-4°. Unterricht wie man Gespenster und Gespenster-Geschichte prüfen soll: gewiesen durch nöthige | ||
| - | Interrogatoria zu dem Zeugnisse der reinen Wahrheit Herrn Jer. Heinischen, Predigers zu Gröben etc. | ||
| - | o. O. Raptim 1723 in-4°. (S. a. Greß a. a. O. S. 66 fgg.) | ||
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| - | Zwischen der alten Universitätsstadt [[geo: | ||
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| - | Schon ums Jahr 1645 zeigten sich die ersten Spuren dieses bösen Geistes. In Gestalt eines grauen gespenstigen Mönches schlich er des Abends geräuschlos und in Nebelgestalt durch die Räume des Pfarrhauses, | ||
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| - | Der Pfarrer Heinisch glaubte zuerst gar nicht an Gespenster, allein am 17. Junius des J. 1718 begann es im Pfarrhofe mit Steinen zu werfen und zwar auf das Schindeldach des im vorigen Jahre daselbst unterbauten Viehstalles und fuhr mit solchem Werfen bis zum 21. Juni ununterbrochen fort. Die Steine waren nur klein, flogen in einzelnen Würfen von 1–6, und geschahen von 6, 7 und 9 Uhr in der Frühe oft mehrere Stunden lang. Nachdem eine Zeit lang nichts wieder verspürt ward, ging es am 29. Juli 1718 Nachmittags 3 Uhr von Neuem los und zwar wieder auf das Dach, öfter, früher und später als das erste Mal, auch mit weit größeren Steinen. Es konnte aber der Pfarrer, sowie einige zwanzig Personen, die sich deshalb dort zusammen gefunden hatten, noch so sehr Acht geben, es war nicht möglich einen Stein eher zu sehen, als bis er auf das Dach mit großer Macht und starkem Knall auftraf. Am 30. und 31. Juli wurde die Zahl der Würfe größer und als der Pfarrer an letzteren Tage, es war gerade der VII. Sonntag nach Trinitatis nach vollendetem Nachmittagsgottesdienste aus dem geöffneten Fenster der Vorderstube in den Hof heruntersah, | ||
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| - | Am 2. August wurden früh zwei Steine bei der Treppe gefunden, dann aber wurde bald an der Haus- bald an der untern, bald an der obern Stubenthüre mit erstaunlichem Krachen geworfen. Wenn die Hausbewohner in der Unterstube beisammen waren, kamen Steine und Kalkstücken vom Ofen her, flogen mitten durch sie hin und schlugen mit lautem Schall meistens auf das Thürschloß im mittleren Felde und als der Pfarrer den Spruch I. B. Mos. C. 3. V. 15 „des Weibes Saamen soll der Schlange den Kopf zertreten“, | ||
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| - | Jetzt ging nun das Zerschlagen der Töpfe und Schüsseln an, es riß der Viehmagd beim Aufwaschen einen [[typ: | ||
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| - | Nach beendigter Säuberung des Hauses stellte sich nun der Pfarrer mit einigen Hausgenossen vor die untere wohlverwahrte Stubenthüre um Acht zu haben, was passiren werde. Auf einmal hörten sie einen heftigen Knall darin. Da sie nun wußten, daß Niemand darin sei, auch Keiner die Thüre aufgemacht habe, erschracken sie sehr, der Pfarrer aber faßte Muth, öffnete die Thüre und lief nebst den andern mit der Frage: wer da? hinein, und siehe mitten in die Stube stürzte ein großer Rahmtopf, den der Geist von dem Topfbrete im untern Hause entführt hatte, derselbe war jedoch nicht in kleine Stücken zerbrochen, sondern blos ein wenig aufgeborsten. | ||
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| - | Nun ließ der Pfarrer auch den Hof reinmachen, aber da ging ein so wüthendes Werfen nach dem Stalldach los, daß es förmlich Steine von demselben herabregnete. Offenbar wollte der Geist die unsaubern Orte nicht reinigen lassen. | ||
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| - | Am 4. Septbr. warf es wieder, am 5. fand der Pfarrer Hühnereier in dem verschlossenen [[typ: | ||
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| - | Um die Mittagsstunde des 7. Septbr. will die [[typ: | ||
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| - | Da nun der [[typ: | ||
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