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text:41._der_rotbart_zu_kaiserslautern

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-====== Der Rotbart zu Kaiserslautern ====== 
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-Bei [[geo:Kaiserslautern]] ist eine [[typ:höhle|Felsenhöhle]] von unergründlicher Tiefe. Von dieser geht des Volkes allgemeine Sage, daß [[vip:friedrichbarbarossa|Kaiser Friedrich der Rotbart]], da er aus seiner Gefangenschaft in der [[land:Türkei]] gekommen sei, in Kaiserslautern sich niedergelassen habe. Dort habe er das Schloß gebaut und dem Weidwerk, wie der Fischerei in dem schönen See, der noch der Kaiserwerder heißt, obgelegen. In einem [[typ:Tiergarten]] nahe am Schloß hielt der Kaiser allerlei wunderbarliche und fremdländische Getiere, und im See fing er einstmals einen großen [[typ:Karpfen]], dem steckte er einen güldnen [[typ:Ring]] von seinem [[typ:Finger]] an eine Flosse: der [[typ:Fisch]] blieb und bleibt hinfüro ungefangen bis auf des Kaisers Wiederkehr. Endlich kam der Kaiser hinweg, niemand wußte zu sagen wie, und es ging die Rede, er habe sich in das tiefe Loch verwünscht auf lange Zeit, da drunten besserer Zeit zu harren. Im Schlosse blieb lange noch des Kaisers [[typ:bett|Bette]] aufbewahrt, hängend an vier eisernen [[typ:kette|Ketten]]. War es abends wohl gebettet, so war es morgens verwälzt, so daß man deutlich sah, es habe jemand darin gelegen. Einst fing man im Kaiserwerder zwei [[typ:Karpfen]], die waren um die Hälse mit Ringen und einer güldenen Kette verbunden, zum Angedenken wurden sie in [[typ:Stein]] ausgehauen an der Metzlerpforte. 
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-Zu einer Zeit fand sich ein Mann, der wollte gern den Grund der großen tiefen [[typ:Höhle]] ergründen, in welche der Kaiser sich verwünscht haben sollte, und ward an einem [[typ:Seil]] hinabgelassen mit einem Faden, der oben an eine Schelle reichte. Und kam hinab und sah den Kaiser sitzen auf güldnem Sessel mit mächtig großem roten Barte, schaute sich um und erblickte einen großen weiten Plan, darauf standen viele Wappner. Der Kaiser nickte ihm zu und bedeutete ihn, nicht zu reden – und da grausete es dem Mann, und gab sein Zeichen an der Schelle, und ward also wieder heraufgezogen, wo er verkündete, was er geschaut. Um keinen Preis aber wollte er noch einmal hinunter. 
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-Weit über das deutsche Land hin verbreitet ist die Sage vom verzauberten Kaiser im Bergesschoß. Im Thüringer Lande ist sie am lebendigsten um den [[region:Kyffhäuser]], so auch im [[region:Untersberge]] bei [[geo:Salzburg]] und anderorts, wo es aber auch oft [[vip:karldergrosse|Kaiser Karl der Große]] oder auch [[vip:karlv|Karl V.]] ist, den die Sage hineinbannt und zu künftiger Wiederkehr aufbewahrt. 
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-//Quellen:// 
-  * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]]: [[buch:deutsches_sagenbuch_ludwig_bechstein|Deutsches Sagenbuch]]. Meersburg und Leipzig 1930, Seite 43-44// 
-  * //[[http://www.zeno.org/nid/20004534921|www.zeno.org]]// 
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-{{tag>sagen bechstein deutschessagenbuch Kaiserslautern höhle friedrichbarbarossa bett karpfen ring tiergarten}} 
text/41._der_rotbart_zu_kaiserslautern.1672911212.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)