text:387._graf_isang
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| - | ====== Graf Isang ====== | ||
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| - | Der letzte Besitzer der Burg Schweckhausen hatte eine sehr schöne Tochter, Bertha genannt, um diese warb Graf Isang, welcher ein wilder und wüster Ritter war, dessen Schloß zwischen Bernshausen und Seeburg stand. Auch er war der letzte seines Geschlechts und hatte schon viele Untaten getan, die sich gar nicht niederschreiben lassen. Die schöne Bertha wollte gar nichts von der Werbung des Grafen Isang wissen, aber da dessen Mutter eine gewaltige Zaubrerin war, so verwünschte sie das Mägdlein, daß es im Burghain nachts so lange umgehen und seufzen sollte: Hilf mir! hilf mir!, bis jemand zu ihr sagen würde: Helfe dir der liebe Gott! Aber auch damit solle sie noch nicht erlöst sein, sondern der Sohn zweiter Ehe einer Frau, der als Pfarrer studiert habe und noch ein reiner Jüngling geblieben sei, wenn er seine erste Predigt tue, der könne Bertha erlösen. Da hat nun die arme Bertha fort und fort spuken müssen die längste Zeit. | ||
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| - | Der Graf Isang wurde aber von nun an nur immer ärger und schlimmer und häufte Schuld auf Schuld, Sünden auf Sünden. Da brachte ihm eines Tages sein Koch einen silberweißen Aal, es war aber eine weiße Schlange, und der Graf war begierig, davon zu essen, und verbot, daß irgend jemand von der Dienerschaft es wage, auch von dem weißen Aal genießen zu wollen. Da nun der Graf von der Schlange gegessen hatte und hinab in den Hof kam, da hörte er viele Stimmen, und hörte die Tiere sprechen, und verstand ihre Sprache. Aber erfreuend war es nicht, was Graf Isang hörte. Die Hennen gackerten: Packe, packe, packe dich! – Der Hahn schlug mit den Flügeln und krähte den Grafen an: Flieh, flieh, flieh, flieh! – Die Tauben gurrten: Die Burg, die Burg, die Burg geht unter! – Gänse und Enten schnatterten durcheinander: | ||
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