text:335._der_sprung_vom_schlosse_giebichenstein
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| - | ====== Der Sprung vom Schlosse Giebichenstein ====== | ||
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| - | S.J.G. Brieger, Beschreibung der Stadt Halle. Grottkau 1788 in 8. S. 191 etc. | ||
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| - | Das Schloß zu Giebichenstein ist ein sehr alter Ort, dessen Erbauung man dem Drusus oder Cäsar Gemanicus zuschreibt, wenigstens scheinen die bei Anlegung des Schloßgartens im Jahre 1718 gefundenen silbernen und kupfernen römischen Münzen es zu bestätigen, | ||
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| - | Das Schloß selbst ward vor Erfindung des Schießpulvers für unüberwindlich gehalten und diente zur Verwahrung der Gefangenen, die der Kaiser zuweilen hierher schickte. Unter diesen soll sich auch der berühmte Landgraf [[vip: | ||
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| - | Es hielt sich nämlich Ludwig in Thüringen oft in der Neuenburg bei Freyburg auf und verliebte sich hier in des Pfalzgrafen zu Sachsen Friedrichs III. außerordentlich schöne Gemahlin Adelheid, und um sie zu besitzen, erstach er im Jahre 1065 den Pfalzgrafen auf der Jagd mit einem Schweinspieß. Der Bruder des Letzteren, Adelbert, brachte es auch bei [[vip: | ||
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| - | So saß er denn täglich kummervoll in seinem Thurmgemache, | ||
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| - | Da es im Steingemach noch sehr kühl war, draußen aber die Sommersonne des Augustmonats warm schien, so lehnte sich der kranke Graf in das große Bogenfenster, | ||
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| - | Man zweifelt nun zwar an der Möglichkeit des Sprunges, namentlich wenn man die gegenwärtige Entfernung des Felsens von der Saale in Anschlag bringt. Allein untersucht man die Erdlage vom Felsen bis an das Flußufer, so findet man, daß sich die Oberfläche derselben erst nach und nach gesammelt hat, und daß früher die Saale entweder dicht an dem Felsen vorbeigeflossen ist oder doch gewiß bei großem Wasser eine solche Höhe erreicht hat, daß Kähne darauf fahren konnten, welches auch jetzt zuweilen noch der Fall ist. Es giebt aber andere historische Gründe, welche den Sprung und die ganze Begebenheit gänzlich zweifelhaft machen. | ||
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