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text:194._die_miggelsberge_bei_koepenick

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-====== Die Miggelsberge bei Köpenick ====== 
  
-((Wir theilen diese schon oben S. 33 angedeutete Sage hier nach einer andern Version mit.)) 
-    Nach Ed. von Felsthal, Deutscher Sagenschatz, Schwäbischhall o.J. in 8° S. 286. 
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-Bei [[geo:Köpenick]] unweit [[geo:Berlin]] liegen die Miggelsberge und der große dunkle Miggelsee, in welchem die [[region:Spree]], eine helle Stromlinie, sich ergießt. An diesem See und in der romantischen Waldgegend ließ sich vordem eine schöne [[typ:Jungfrau]] sehen, bald im einfachen Frauengewand, bald im Putz des fürstlichen Standes. Sie war [[vip:ottokarpremislausi|Ottocars]], Königs aus [[region:Böhmen]], Tochter, von dem sie auf einige Zeiten hierher verwünscht wurde. 
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-Alle dreimal sieben Jahre, vom Tage ihrer [[typ:fluch|Verzauberung]] an, zeigte sie sich in Gestalt eines lieblichen Seefräuleins und bat mit flehender Geberde den von ihr erwählten Mann, sie aus ihrem Banne zu befreien, welcher dafür in Besitz großer [[typ:schatz|Schätze]] gelangen werde. Die [[typ:erlösung|Befreiung]] bestand darin, daß der Entschlossene sie furchtlos vor drohenden Gefahren dreimal auf dem Rücken um die Hilbertskirche zu Köpenick tragen müsse. Nur Wenige haben sich zu diesem Versuche entschlossen, Keiner hat ihn bestanden und Alle sind vor Entsetzen geflohen.  
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-Ein fremder, muthiger und entschlossener Ritter hatte einst die Jungfrau schon zweimal um das Gotteshaus getragen, das dritte Mal aber traten ihm entsetzliche [[typ:schlange|Schlangen]] und feurige Schreckgestalten in den Weg; voll Todesahnung sank er zur Erde und Jungfrau und Erscheinungen verschwanden.  
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-Die Sage läßt einen schwarzen [[typ:Wassergeist]], der im Teufelssee unter den Gebirgen seine Wohnung hat, den Schatz der Prinzessin von Miggelsee bewachen, der sich zwanzig Klafter tief unter einem weißen Steine befindet. [[typ:Jäger]] und Holzschläger vernehmen zuweilen ein grauenhaftes Geräusch von Hornblasen und Hundegebell durch die Eichwaldung brausen und sie sagen dann, der böse Geist schwärme durch's Dickicht und suche die Jungfrau auf. 
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-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 173-174; [[http://www.zeno.org/nid/20004938089|www.zeno.org]]// 
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-{{tag>sagen graesse sagenbuchpreussen1 markbrandenburg köpenick spree jungfrau fluch schatz erlösung ottokarpremislausi}} 
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-[[text:193._der_seinen_kopf_fordernde_gehenkte|<<... ]] - [[text:195._hexengeschichten_aus_neuendorf_in_der_altmark| ...>>]] 
text/194._die_miggelsberge_bei_koepenick.1655112455.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)