text:150._die_mahr
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| - | ====== Die Mahr ====== | ||
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| - | Was in andern deutschen Landen der [[wesen: | ||
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| - | Zu Harlem ist's in einem reichen Hause geschehen, daß ein Mädchen unversehens in der Schlafkammer eines Knaben nackt am Boden liegend gefunden ward, neben ihr ein Besenstock, und das Mädchen schrie und jammerte. Als es gefragt wurde, bekannte es: Ich wachte in der Nacht, sah, wie meine Mutter aufstand, sich auszog, mit einer Salbe sich strich, einen Stock nahm und darauf zum Fenster hinausritt. Da stieg ich auch auf, holte auch einen Besenstock, strich mich auch mit der Salbe, fuhr auch aus dem Fenster, da kam ich über dieses Haus, ward hier hereingeführt, | ||
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| - | Als das Mädchen solches erzählt, wurde die [[wesen: | ||
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| - | Bei Vilforde fanden Schnitter ein Weibsbild liegen, die lag wie tot, doch war sie nicht kalt wie eine Tote, aber sie atmete auch nicht wie eine Schlafende. Ein Hirte, den die Schnitter herbeiriefen, | ||
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| - | Einen jungen Menschen quälte jede Nacht die Mahr, er liebte ein Mädchen, das ein Kamerad von ihm auch liebte, ohne daß er's wußte, und klagte diesem seine Qual. Da sprach der Kamerad: Folge mir und tue das: halte gegen deine Brust ein wohlgespitztes Messer mit der Spitze, wenn du dich zu Bette gelegt hast, aber schlafe nicht ein. Das war ein Teufelsrat, denn der andere rechnete, wenn die Mahr auf jenen falle, solle sie ihm das Messer in die Brust stoßen, damit er des Nebenbuhlers ledig würde. Jener aber befolgte den Rat, nur verkehrt, denn er hatte das Richtige vergessen und hielt die Spitze und Schneide des Messers über sich; wie die Mahr auf ihn fiel, stach sie sich durch und durch und kam nimmermehr wieder. | ||
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| - | Selbst Pferde wurden von der Mahr geritten, wie denn das Wort Mahr selbst so viel ist als Pferd, wovon in deutscher Sprache noch die Worte Marstall und Mähre üblich sind, daher auch bei der bösen Trudentat der Begriff von reiten und geritten werden. Die Mahr ist aber selbst bisweilen [[wesen: | ||
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