text:147._tueckebold_kludde
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| - | ====== Tückebold Kludde ====== | ||
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| - | In ganz Flandern und Brabant glaubt das Volk an das Dasein eines bösen Geistes und nennt ihn Kludde, aber auch Kleure. Er spukt überall und in allen Gestalten, häufig zeigt er sich dem Mahr verwandt, erscheint als altes mageres Pferd mit durchscheinenden Rippen und struppiger Mähne, mischt sich unter die des Nachts im Freien weidenden Rosse, und wenn einer der Hüter meint, er besteige einen der besten Hengste, um einen Ritt zu machen, so ist's der Geist Kludde in Pferdegestalt, | ||
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| - | Manchesmal flackern vor dem Kludde zwei blaue Flämmchen her, die nennen die Bauern und die Pferdeknechte Stalllichter und halten dafür, daß die Flämmchen des Geistes Augen seien. Kludde kann sich zum Baum machen, klein wie ein Schlehenstrauch und bis hoch in die Wolken wachsen; Kludde kann dich als Schlange umringeln und als Hornisse umsumsen, er schreckt dich als Fledermaus oder als Kröte, er kann Katze sein und Maus, Frosch und Ochse. Man hört ihn auch rufen, und sein Ruf lautet Kludde! Kludde! So ruft er seinen Namen, wie der Vogel Kuckuck, der verrufene Gauch. Er neckt und plagt zu Lande wie zu Wasser; am Seegestade ist er Neck, auf dem platten Lande Schreck, ein greulicher Spuk, selbst Werwolf. Geist Kludde soll der Geist eines Mannes sein, der mit dem Teufel ein Bündnis hatte, und zu ruhelosem Wandeln auf Erden und Plagen der Menschen verurteilt sein. | ||
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| - | Einstens ging ein Mädchen mit ihrem Geliebten und einem Freunde desselben über Land, und waren in guten Gesprächen, | ||
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| - | Vor dem Hause lag eine Steinplatte etwas lose, unter die man den Hausschlüssel zu legen pflegte. Und da rief der Liebhaber wieder: Seht! Seht ihr ihn nicht? Er sitzt ja auf der Platte, da kann ich nicht zum Schlüssel! Komm, Mieken, wir wollen dich erst nach Hause geleiten, du ängstigst dich. – Als die Freunde wiederkamen, | ||
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