Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:zauberbannharz041

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:zauberbannharz041 [2024/03/19 15:02] – ewuschsagen:zauberbannharz041 [2025/01/30 18:02] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 5: Zeile 5:
 ====== Die vier Hufeisen zu Ellrich ====== ====== Die vier Hufeisen zu Ellrich ======
  
-Es war an einem Sonntagmorgen. Lieblicher Friede lag auf Tal und Höhen, heller Glockenton rief die Andächtigen ins Gotteshaus des Städtchens Ellrich. Bald aber wurde die feierliche Stille unterbrochen. Von mehreren Seiten sprengten ungestüm auf ihren Rossen wilde Ritter daher und ihr lautes Rufen und Lachen schallte durch die Straßen. Vor einem Haus wurde Halt gemacht. Da immer mehr Reiter hinzukamen, so war des lauten Willkommens kein Ende, bis endlich die Versammelten lärmend und tobend ins Innere des Hauses traten.+Es war an einem Sonntagmorgen. Lieblicher Friede lag auf Tal und Höhen, heller Glockenton rief die Andächtigen ins Gotteshaus des Städtchens [[geo:Ellrich]]. Bald aber wurde die feierliche Stille unterbrochen. Von mehreren Seiten sprengten ungestüm auf ihren Rossen wilde Ritter daher und ihr lautes Rufen und Lachen schallte durch die Straßen. Vor einem Haus wurde Halt gemacht. Da immer mehr Reiter hinzukamen, so war des lauten Willkommens kein Ende, bis endlich die Versammelten lärmend und tobend ins Innere des Hauses traten.
  
 Dort lagen schon in einem Saal zwei mächtige Weinfässer bereit. Es hatten nämlich die Ritter für den Tag ein großes Gelage angesetzt, bei welchem sie ihre Tüchtigkeit als Trinker erproben wollten. Dem Sieger war als Dank eine schwere goldene Kette bestimmt, doch musste er, um dieselbe zu erlangen, alle übrigen Zecher dergestalt unter den Tisch trinken, dass keiner mehr imstande war, ihm zu wehren, die Kette zu nehmen, sie umzuhängen und sich damit dem Volk als Sieger zu zeigen. Dort lagen schon in einem Saal zwei mächtige Weinfässer bereit. Es hatten nämlich die Ritter für den Tag ein großes Gelage angesetzt, bei welchem sie ihre Tüchtigkeit als Trinker erproben wollten. Dem Sieger war als Dank eine schwere goldene Kette bestimmt, doch musste er, um dieselbe zu erlangen, alle übrigen Zecher dergestalt unter den Tisch trinken, dass keiner mehr imstande war, ihm zu wehren, die Kette zu nehmen, sie umzuhängen und sich damit dem Volk als Sieger zu zeigen.
  
-Als alle Eingeladenen vollzählig erschienen waren, begannen die Diener die Humpen zu füllen, und ohne Aufhören machten dieselben die Runde. Um Mittag fiel der Erste der Zecher unter wildem Lachen und Hohngeschrei der Übrigen sinnlos betrunken zu Boden. Nun währte es nicht mehr lange, dass einer nach dem anderen der Ritter von den bereitstehenden Dienern aufgehoben und an die Seite des Gemaches gelegt werden musste. Als es zur Vesper läutete, saßen nur noch vier Trinker aufrecht vor den Weinfässern. Als sie sich aber erheben wollten, musste dreien die Wand als Stützpunkt dienen, damit sie nicht ihrer Kumpane gleich zu Boden stürzten. Nur der wilde und berüchtigte Graf Ernst von Klettenburg hatte noch die Kraft, vorwärts zu schreiten. Triumphierend blickte er auf die besiegten Freunde, ging zum Tisch und nahm sich den Preis, woran ihn keiner zu hindern vermochte.+Als alle Eingeladenen vollzählig erschienen waren, begannen die Diener die Humpen zu füllen, und ohne Aufhören machten dieselben die Runde. Um Mittag fiel der Erste der Zecher unter wildem Lachen und Hohngeschrei der Übrigen sinnlos betrunken zu Boden. Nun währte es nicht mehr lange, dass einer nach dem anderen der Ritter von den bereitstehenden Dienern aufgehoben und an die Seite des Gemaches gelegt werden musste. Als es zur Vesper läutete, saßen nur noch vier Trinker aufrecht vor den Weinfässern. Als sie sich aber erheben wollten, musste dreien die Wand als Stützpunkt dienen, damit sie nicht ihrer Kumpane gleich zu Boden stürzten. Nur der wilde und berüchtigte Graf [[vip:ernstviivonhohnstein|Ernst von Klettenburg]] hatte noch die Kraft, vorwärts zu schreiten. Triumphierend blickte er auf die besiegten Freunde, ging zum Tisch und nahm sich den Preis, woran ihn keiner zu hindern vermochte.
  
 Mit der prächtigen Kette geschmückt, wollte er sich dem Volk als Sieger zeigen, aber da fühlte auch er, dass seine Füße ihn nicht mehr lange tragen könnten. Schnell befahl er daher, sein Ross vorzuführen. Mit größter Anstrengung hoben vier Knappen den Trunkenen in den Sattel. Sowie der Ritter auf seinem Pferd saß, fühlte er sich wieder sicher und sprengte in wildem Galopp, von dem Gelächter und Zuruf des Volkes geleitet, durch die Stadt. Mit der prächtigen Kette geschmückt, wollte er sich dem Volk als Sieger zeigen, aber da fühlte auch er, dass seine Füße ihn nicht mehr lange tragen könnten. Schnell befahl er daher, sein Ross vorzuführen. Mit größter Anstrengung hoben vier Knappen den Trunkenen in den Sattel. Sowie der Ritter auf seinem Pferd saß, fühlte er sich wieder sicher und sprengte in wildem Galopp, von dem Gelächter und Zuruf des Volkes geleitet, durch die Stadt.
Zeile 20: Zeile 20:
  
 ---- ----
-{{tag>sagen zauberbannharzgebirge mariekutschmann harz ellrich hufeisen v0}}+{{tag>sagen zauberbannharzgebirge mariekutschmann harz ellrich ernstviivonhohnstein hufeisen weinfass blitz frevel trinker wette goldkette rappen v2}}
sagen/zauberbannharz041.1710856957.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)