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sagen:zauberbannharz011

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 Derlei Naturerscheinungen finden sich wohl auch in anderen Gegenden des Landes, aber nirgends in so beträchtlicher Ausdehnung und in so eigentümlicher Bildung. Muhmen- und Bauernweisheit haben verschiedenartigste Vermutungen über die Entstehung der Teufelsmauer aufgestellt. Bald wurde sie für das Resultat vulkanischer Revolutionen gehalten, bald sollte sie ihr Dasein der Kraft wildströmender Überschwemmungen verdanken, dann wieder wurde sie für einen Bau riesenhafter Urvölker erklärt. Der Volksglaube endlich, der alles, was ihm unerklärlich und grauenhaft vorkam, für ein Teufelswerk hielt, bildete sich folgende Vorstellung von der Entstehung dieser Felsenformation. Derlei Naturerscheinungen finden sich wohl auch in anderen Gegenden des Landes, aber nirgends in so beträchtlicher Ausdehnung und in so eigentümlicher Bildung. Muhmen- und Bauernweisheit haben verschiedenartigste Vermutungen über die Entstehung der Teufelsmauer aufgestellt. Bald wurde sie für das Resultat vulkanischer Revolutionen gehalten, bald sollte sie ihr Dasein der Kraft wildströmender Überschwemmungen verdanken, dann wieder wurde sie für einen Bau riesenhafter Urvölker erklärt. Der Volksglaube endlich, der alles, was ihm unerklärlich und grauenhaft vorkam, für ein Teufelswerk hielt, bildete sich folgende Vorstellung von der Entstehung dieser Felsenformation.
  
-Der [[wesen:Teufel]] wollte mit Gott die Erde teilen. Ihm sollte die eine Hälfte zufallen, dem lieben Gott die andere. Um aber die Grenze, die er vorgeschlagen hatte, genau zu bezeichnen und für später auch zu verhindern, dass die Verkünder der Lehre Christi in seinen Bereich kämen, türmte er in finsterer Nacht eine riesige Mauer auf, bei deren Bau ihm alle bösen unterirdischen Geister helfen mussten. Am Tage aber zerstörte der allmächtige Gott durch die Gewalt seiner verheerenden Blitze alles, was der Teufel in finsterer Nacht geschaffen hatte, sodass der Böse sein nutzloses Werk aufgeben musste. Die Trümmer aber und die zerrissenen Felsbrocken blieben als ein Zeugnis der Allmacht des Höchsten und der Ohnmacht seines Widersachers stehen. Unweit von [[geo:Blankenburg]] hebt sich der Großvater aus der langen Reihe der Felsen, nahe dabei der Ziegenkopf, auf welchem man Spuren eines erloschenen Kraters gefunden haben will. Nahe bei [[geo:Timmenrode]] zeigt man den Ludwigsfelsen. Er hat seinen Namen von einer großen Ähnlichkeit mit dem Profil Ludwigs erhalten, der sich als Flüchtling in Blankenburg fast ein Jahr lang aufhielt((Anmerkung Sagenwiki: In Blankenburg wohnte auch der spätere französische König Ludwig XVIII. nach seiner Flucht aus Dillingen unter dem Namen „Graf von Lille“ vom 24. August 1796 bis zum 10. Februar 1798. //Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Blankenburg_(Harz)|Wikipedia]]//.))+Der [[wesen:Teufel]] wollte mit Gott die Erde teilen. Ihm sollte die eine Hälfte zufallen, dem lieben Gott die andere. Um aber die Grenze, die er vorgeschlagen hatte, genau zu bezeichnen und für später auch zu verhindern, dass die Verkünder der Lehre Christi in seinen Bereich kämen, türmte er in finsterer Nacht eine riesige Mauer auf, bei deren Bau ihm alle bösen unterirdischen Geister helfen mussten. Am Tage aber zerstörte der allmächtige Gott durch die Gewalt seiner verheerenden Blitze alles, was der Teufel in finsterer Nacht geschaffen hatte, sodass der Böse sein nutzloses Werk aufgeben musste. Die Trümmer aber und die zerrissenen Felsbrocken blieben als ein Zeugnis der Allmacht des Höchsten und der Ohnmacht seines Widersachers stehen. Unweit von [[geo:blankenburgharz|Blankenburg]] hebt sich der Großvater aus der langen Reihe der Felsen, nahe dabei der Ziegenkopf, auf welchem man Spuren eines erloschenen Kraters gefunden haben will. Nahe bei [[geo:Timmenrode]] zeigt man den Ludwigsfelsen. Er hat seinen Namen von einer großen Ähnlichkeit mit dem Profil Ludwigs erhalten, der sich als Flüchtling in Blankenburg fast ein Jahr lang aufhielt((Anmerkung Sagenwiki: In Blankenburg wohnte der spätere französische König Ludwig XVIII. nach seiner Flucht aus Dillingen unter dem Namen „Graf von Lille“ vom 24. August 1796 bis zum 10. Februar 1798. //Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Blankenburg_(Harz)|Wikipedia]]//.))
  
-Ein interessanter Weg, der Löbbekensteig, verläuft auf dem Kamm der Teufelsmauer hin und endet in einer dunklen Talschlucht, dem Sautrog. Dort soll vor Zeiten eine Richtstätte der heiligen Feme gewesen sein.+Ein interessanter Weg, der Löbbekensteig, verläuft auf dem Kamm der Teufelsmauer hin und endet in einer dunklen Talschlucht, dem Sautrog. Dort soll vor Zeiten eine Richtstätte der heiligen Feme((Anmerkung Sagenwiki: Der Begriff Feme (auch veme von mittelniederdeutsch veime = Strafe) steht für die Gerichtsbarkeit von Femegerichten, einer Form der mittelalterlichen Strafjustiz, und auch für die von diesen verhängten Strafen. //Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Feme|Wikipedia]]//)) gewesen sein.
  
 //Quelle: [[buch:zauberbannharzgebirge|Im Zauberbann des Harzgebirges]], Sagen und Geschichten, gesammelt von [[autor:mariekutschmann|Marie Kutschmann]], Flemming, 1890// //Quelle: [[buch:zauberbannharzgebirge|Im Zauberbann des Harzgebirges]], Sagen und Geschichten, gesammelt von [[autor:mariekutschmann|Marie Kutschmann]], Flemming, 1890//
  
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-{{tag>sagen zauberbannharzgebirge mariekutschmann harz teufelsmauer ballenstedt blankenburg timmenrode v0}}+{{tag>sagen zauberbannharzgebirge mariekutschmann harz teufelsmauer ballenstedt blankenburgharz timmenrode v0}}
sagen/zauberbannharz011.1747997544.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch