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sagen:zauberbannharz009

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 ====== Die Rosstrappe ====== ====== Die Rosstrappe ======
  
-Wenn man heute dem romantischen Lauf der Bode folgt, die nun freilich kein Strom mehr ist und nur noch im Frühjahr heftig dahinrauscht, dann kann man sich schwerlich einen Begriff davon machen, mit welcher rasenden Gewalt sie einst über Klippen und Gestein hinweggestürzt und sich ihr tiefes Bett durch gewaltige Felsenmassen gebahnt hat. Eine Vorstellung von der hier tosenden Kraft des Wassers gibt uns noch sein Weg zwischen Thale und Treseburg, wo der Fluss eng von gigantischen Felsmassen umstanden ist und über Geröll seinen Lauf nimmt, welches einst als mächtige Felssäulen emporstand, aber durch die Zeit, den Blitzschlag des Himmels, die Gewalt der Stürme, vor allem aber durch den nimmer müden Anprall der Wellen zertrümmert worden ist.+Wenn man heute dem romantischen Lauf der [[region:Bode]] folgt, die nun freilich kein Strom mehr ist und nur noch im Frühjahr heftig dahinrauscht, dann kann man sich schwerlich einen Begriff davon machen, mit welcher rasenden Gewalt sie einst über Klippen und Gestein hinweggestürzt und sich ihr tiefes Bett durch gewaltige Felsenmassen gebahnt hat. Eine Vorstellung von der hier tosenden Kraft des Wassers gibt uns noch sein Weg zwischen Thale und Treseburg, wo der Fluss eng von gigantischen Felsmassen umstanden ist und über Geröll seinen Lauf nimmt, welches einst als mächtige Felssäulen emporstand, aber durch die Zeit, den Blitzschlag des Himmels, die Gewalt der Stürme, vor allem aber durch den nimmer müden Anprall der Wellen zertrümmert worden ist.
  
 Nach vielen beschwerlichen Versuchen gelang es erst im Jahr 1865 durch Sprengungen einen Pfad zwischen Fels und Fluss anzulegen. Dies ist das Tal der Engen Wege, in welchem die Bode in jäher Hast über Klippenabsätze stürzt und durch die Gewalt ihres Sturzes ein tiefes Becken, den Bodekessel, gegraben hat. Schäumend und tosend braust hier das Wasser, um hastig seinen Lauf fortzusetzen, wie von unsichtbaren Mächten wieder hinausgeschleudert. Nach vielen beschwerlichen Versuchen gelang es erst im Jahr 1865 durch Sprengungen einen Pfad zwischen Fels und Fluss anzulegen. Dies ist das Tal der Engen Wege, in welchem die Bode in jäher Hast über Klippenabsätze stürzt und durch die Gewalt ihres Sturzes ein tiefes Becken, den Bodekessel, gegraben hat. Schäumend und tosend braust hier das Wasser, um hastig seinen Lauf fortzusetzen, wie von unsichtbaren Mächten wieder hinausgeschleudert.
  
-Ist es wohl ein Wunder, dass unsere Altvorderen, welche jede ihnen unerklärliche Naturerscheinung mit den wunderbarsten Fantasiegebilden ausschmückten, sich auch diesen Vorgang nicht anders erklären konnten, als dass Unholde und böse Geister hier ihr Unwesen trieben. Dies ist umso begreiflicher, als ihnen nicht wie uns die Möglichkeit geboten war, das Entstehen dieser tosenden Brandung in der Nähe zu sehen. Das Geräusch derselben schlug nur an ihr Ohr, wenn sie sich von den hohen, die Bode einengenden Felsen, dem Hexentanzplatz und der Rosstrappe niederbeugten.+Ist es wohl ein Wunder, dass unsere Altvorderen, welche jede ihnen unerklärliche Naturerscheinung mit den wunderbarsten Fantasiegebilden ausschmückten, sich auch diesen Vorgang nicht anders erklären konnten, als dass Unholde und böse Geister hier ihr Unwesen trieben. Dies ist umso begreiflicher, als ihnen nicht wie uns die Möglichkeit geboten war, das Entstehen dieser tosenden Brandung in der Nähe zu sehen. Das Geräusch derselben schlug nur an ihr Ohr, wenn sie sich von den hohen, die Bode einengenden Felsen, dem [[ding:tanzplatz|Hexentanzplatz]] und der Rosstrappe niederbeugten.
  
 Die Sage führt uns in altersgraue Zeit, in welcher noch das gewaltige Geschlecht der Hünen den Harz bewohnte. Die Sage führt uns in altersgraue Zeit, in welcher noch das gewaltige Geschlecht der Hünen den Harz bewohnte.
  
-Damals herrschte ein mächtiger König, dessen Gebiet sich über das ganze Gebirge erstreckte. Er hatte keinen Sohn, der nach seinem Tod sein Nachfolger hätte werden können, wohl aber war ihm eine liebliche Tochter erblüht. Ihr musste seine ausgedehnte Herrschaft zufallen, wenn er dereinst die Augen schloss. Daher nahte sich der schönen Emma mancher Bewerber, sie als sein Ehegemahl heimzuführen, denn die Aussicht, so der mächtige Gebieter des Harzes zu werden, war verlockend genug. Stolzen Sinnes aber wollte der König sein geliebtes, einziges Kind nur einem ebenbürtigen Herrscher geben, damit sich ihr Gebiet dereinst noch weit über den Harz hinaus erstrecken solle. Die schöne Emma war wohl zufrieden mit den Plänen ihres Vaters, denn sie liebte über alles die ungebundene Freiheit und fürchtete nichts so sehr als die Fesseln, die ein Gemahl und Eheherr ihr anlegen könnte.+Damals herrschte ein mächtiger König, dessen Gebiet sich über das ganze Gebirge erstreckte. Er hatte keinen Sohn, der nach seinem Tod sein Nachfolger hätte werden können, wohl aber war ihm eine liebliche Tochter erblüht. Ihr musste seine ausgedehnte Herrschaft zufallen, wenn er dereinst die Augen schloss. Daher nahte sich der schönen Emma mancher Bewerber, sie als sein Ehegemahl heimzuführen, denn die Aussicht, so der mächtige Gebieter des [[region:harz|Harzes]] zu werden, war verlockend genug. Stolzen Sinnes aber wollte der König sein geliebtes, einziges Kind nur einem ebenbürtigen Herrscher geben, damit sich ihr Gebiet dereinst noch weit über den Harz hinaus erstrecken solle. Die schöne Emma war wohl zufrieden mit den Plänen ihres Vaters, denn sie liebte über alles die ungebundene Freiheit und fürchtete nichts so sehr als die Fesseln, die ein Gemahl und Eheherr ihr anlegen könnte.
  
 Da sandte einst einer von des Königs Vasallen, der fern im Gebirge nur eine kleine Burg besaß, seinen Sohn Selmar an den Hof, auf dass er seinem Gebieter diene. Kaum hatte Emma den Jüngling erblickt, als seine Schönheit sie entzückte und seine Tapferkeit und sein edles Benehmen ihr Wohlgefallen im höchsten Grade erregten. Der Gedanke, sich der Herrschaft eines Gatten zu beugen, hatte nichts Abschreckendes mehr für sie. Als Selmar, der des Mädchens Liebe bald voll und ganz erwiderte, sie bat, seine Frau zu werden, willigte sie freudig ein. Da sandte einst einer von des Königs Vasallen, der fern im Gebirge nur eine kleine Burg besaß, seinen Sohn Selmar an den Hof, auf dass er seinem Gebieter diene. Kaum hatte Emma den Jüngling erblickt, als seine Schönheit sie entzückte und seine Tapferkeit und sein edles Benehmen ihr Wohlgefallen im höchsten Grade erregten. Der Gedanke, sich der Herrschaft eines Gatten zu beugen, hatte nichts Abschreckendes mehr für sie. Als Selmar, der des Mädchens Liebe bald voll und ganz erwiderte, sie bat, seine Frau zu werden, willigte sie freudig ein.
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 Stolz blickte diese auf den kühnen Mut des Freundes, aber die Furcht davor, dass der Vater ein schreckliches Wagnis von ihm fordern werde, ließ selbst die starke Hünentochter erzittern. Stolz blickte diese auf den kühnen Mut des Freundes, aber die Furcht davor, dass der Vater ein schreckliches Wagnis von ihm fordern werde, ließ selbst die starke Hünentochter erzittern.
  
-Der König fuhr fort: »Wenn es also ist, wie du sagst, so wird dir mein Verlangen gering erscheinen und du wirst es mit Leichtigkeit erfüllen. Du magst also nach Island wandern, wo am Fuße des Hekla eine starke Burg erbaut ist. Ein gewaltiger Riese, der Erbfeind meines ganzen Geschlechts, haust in der Feste. Ihn zu bezwingen und zu töten sei deine Aufgabe. Zwei Jahre soll meine Tochter deiner harren; doch bist du dann noch nicht heimgekehrt, so gebe ich sie einem anderen zur Frau.«+Der König fuhr fort: »Wenn es also ist, wie du sagst, so wird dir mein Verlangen gering erscheinen und du wirst es mit Leichtigkeit erfüllen. Du magst also nach Island wandern, wo am Fuße des Hekla eine starke Burg erbaut ist. Ein gewaltiger [[wesen:Riese]], der Erbfeind meines ganzen Geschlechts, haust in der Feste. Ihn zu bezwingen und zu töten sei deine Aufgabe. Zwei Jahre soll meine Tochter deiner harren; doch bist du dann noch nicht heimgekehrt, so gebe ich sie einem anderen zur Frau.«
  
 Mit Entsetzen hatte Emma diese Worte vernommen. Sie wusste, dass schon mancher Tapfere dorthin gezogen war, das Ungeheuer zu bekämpfen, aber noch keiner war lebend zurückgekehrt. Ebenso gut aber sah sie ein, dass jedes Bitten, ihr Vater möge seinen harten Sinn ändern, vergeblich sein würde. So blieb den Liebenden nichts übrig, als sich dem Entschluss des Königs zu fügen. Mit Entsetzen hatte Emma diese Worte vernommen. Sie wusste, dass schon mancher Tapfere dorthin gezogen war, das Ungeheuer zu bekämpfen, aber noch keiner war lebend zurückgekehrt. Ebenso gut aber sah sie ein, dass jedes Bitten, ihr Vater möge seinen harten Sinn ändern, vergeblich sein würde. So blieb den Liebenden nichts übrig, als sich dem Entschluss des Königs zu fügen.
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 Monde um Monde verrannen; noch immer war die Königstochter von Traurigkeit umfangen. Zwar suchte sie Trost zu finden, indem sie in wilder Hast zu Ross das Gebirge durchjagte; aber es war vergeblich. Nichts vermochte die furchtbaren Bilder von ihrer Seele zu scheuchen, in denen sie den Geliebten tot vor dem schrecklichen Riesen liegen sah. Monde um Monde verrannen; noch immer war die Königstochter von Traurigkeit umfangen. Zwar suchte sie Trost zu finden, indem sie in wilder Hast zu Ross das Gebirge durchjagte; aber es war vergeblich. Nichts vermochte die furchtbaren Bilder von ihrer Seele zu scheuchen, in denen sie den Geliebten tot vor dem schrecklichen Riesen liegen sah.
  
-Aber ihr Unglück sollte noch größer werden. Eines Tages teilte ihr der Vater mit, dass der König des Riesengebirges, der mächtige Bodo, sie zur Frau begehre, und dass er die Werbung dieses großen Herrschers freudig angenommen habe. Emma war entsetzt bei dem Gedanken, die Frau dieses Unholdes, der ein böser Zauberer war, zu werden. Seine feurig rollenden Augen und sein erschrecklich großes und hässliches Gesicht flößten ihr Schauder ein. Sie beschwor ihren Vater, sie diesem Grässlichen nicht zu opfern, aber auf alle ihre Bitten entgegnete derselbe, dass er solch einen Freier un­möglich abweisen könne; erstens, weil es töricht wäre, das Glück, in den Besitz unendlichen Reichtums zu gelangen, von sich zu stoßen, dann aber, weil bei einer Abweisung der Mächtigste der Riesen sich furchtbar rächen würde. Da drang Emma in ihren Vater, doch des Versprechens zu gedenken, welches er Selmar gegeben hatte, und wenigstens die jenem gesteckte Frist abzuwarten.+Aber ihr Unglück sollte noch größer werden. Eines Tages teilte ihr der Vater mit, dass der König des [[region:riesengebirge|Riesengebirges]], der mächtige Bodo, sie zur Frau begehre, und dass er die Werbung dieses großen Herrschers freudig angenommen habe. Emma war entsetzt bei dem Gedanken, die Frau dieses Unholdes, der ein böser Zauberer war, zu werden. Seine feurig rollenden Augen und sein erschrecklich großes und hässliches Gesicht flößten ihr Schauder ein. Sie beschwor ihren Vater, sie diesem Grässlichen nicht zu opfern, aber auf alle ihre Bitten entgegnete derselbe, dass er solch einen Freier un­möglich abweisen könne; erstens, weil es töricht wäre, das Glück, in den Besitz unendlichen Reichtums zu gelangen, von sich zu stoßen, dann aber, weil bei einer Abweisung der Mächtigste der Riesen sich furchtbar rächen würde. Da drang Emma in ihren Vater, doch des Versprechens zu gedenken, welches er Selmar gegeben hatte, und wenigstens die jenem gesteckte Frist abzuwarten.
  
 Nach einigem Zögern willigte der König darin ein, denn er glaubte, dass Selmar niemals heimkehren werde. Den mächtigen Bodo wusste er zu beschwichtigen und ihn noch ein Jahr hinzuhalten mit dem Versprechen, dass dann seiner Vermählung mit Emma nichts mehr im Wege stehen solle. Nach einigem Zögern willigte der König darin ein, denn er glaubte, dass Selmar niemals heimkehren werde. Den mächtigen Bodo wusste er zu beschwichtigen und ihn noch ein Jahr hinzuhalten mit dem Versprechen, dass dann seiner Vermählung mit Emma nichts mehr im Wege stehen solle.
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 Ruhig, ja heiter betrat bald darauf Emma die Burg ihres Vaters, indessen Selmar sich in der Nähe verbarg. Ruhig, ja heiter betrat bald darauf Emma die Burg ihres Vaters, indessen Selmar sich in der Nähe verbarg.
  
-Der wilde Bodo war entzückt von seiner reizenden Braut und überreichte ihre viele wertvolle Geschenke, unter denen sich auch der weiße Zelter befand. Freundlich dankend nahm Emma alles entgegen. Als er ihr aber das Pferd übergab, zeigte sie sich so hocherfreut, dass sie bat, es doch gleich einmal besteigen zu dürfen. Gern willfahrte der Riese diesem Wunsch und lehrte sie alle Zauberformeln, die sie anwenden müsse, um den Zelter zu leiten. Vermittelst dieser Formeln konnte sie denselben zum rasenden Galopp anspornen und im selben Augenblick durch einen anderen Spruch seinem Sturm Einhalt gebieten und ihn lammfromm einhergehen lassen.+Der wilde Bodo war entzückt von seiner reizenden Braut und überreichte ihre viele wertvolle Geschenke, unter denen sich auch der weiße Zelter befand. Freundlich dankend nahm Emma alles entgegen. Als er ihr aber das Pferd übergab, zeigte sie sich so hocherfreut, dass sie bat, es doch gleich einmal besteigen zu dürfen. Gern willfahrte der [[wesen:Riese]] diesem Wunsch und lehrte sie alle Zauberformeln, die sie anwenden müsse, um den Zelter zu leiten. Vermittelst dieser Formeln konnte sie denselben zum rasenden Galopp anspornen und im selben Augenblick durch einen anderen Spruch seinem Sturm Einhalt gebieten und ihn lammfromm einhergehen lassen.
  
-Das Hochzeitsmahl sollte stattfinden. Emma erschien im glänzenden Gewand, die strahlende Krone der Harzkönigin, aus der Hunderte von Edelsteinen blitzten, in den blonden Haaren. Bodo berauschte sich im Anblick seiner Braut. Selbst der Vater schaute mit Entzücken auf die reizende Erscheinung, die so heiter und lieblich zu ihnen trat. Mit großer Besorgnis hatte er bisher an den für die Hochzeit festgesetzten Tag gedacht, da er fürchtete, sein widerspenstiges Töchterchen werde sich nicht fügen und noch im letzten Augenblick sich weigern, dem Zauberer die Hand zu reichen. Nun war alle Sorge vergessen, ja sie schlug, als Emma so glücklich und heiter schien, in die lauteste Freude um. Emma selbst versäumte nicht, die leeren Krüge immerfort mit frischem Met zu füllen, bis der Jubel mehr und mehr verstummte und sich die Folge des reichlich genossenen Getränks, eine unwiderstehliche Müdigkeit, aller Festgenossen bemächtigte.+Das Hochzeitsmahl sollte stattfinden. Emma erschien im glänzenden Gewand, die strahlende Krone der Harzkönigin, aus der Hunderte von Edelsteinen blitzten, in den blonden Haaren. Bodo berauschte sich im Anblick seiner Braut. Selbst der Vater schaute mit Entzücken auf die reizende Erscheinung, die so heiter und lieblich zu ihnen trat. Mit großer Besorgnis hatte er bisher an den für die Hochzeit festgesetzten Tag gedacht, da er fürchtete, sein widerspenstiges Töchterchen werde sich nicht fügen und noch im letzten Augenblick sich weigern, dem [[wesen:Zauberer]] die Hand zu reichen. Nun war alle Sorge vergessen, ja sie schlug, als Emma so glücklich und heiter schien, in die lauteste Freude um. Emma selbst versäumte nicht, die leeren Krüge immerfort mit frischem Met zu füllen, bis der Jubel mehr und mehr verstummte und sich die Folge des reichlich genossenen Getränks, eine unwiderstehliche Müdigkeit, aller Festgenossen bemächtigte.
  
 Auf diesen Augenblick hatte Emma gewartet. Schnell eilte sie hinaus und bestieg ihren weißen Zelter. Selmar war ihr gefolgt und versuchte, sich des schwarzen Rosses zu bemächtigen, um durch die Entfernung desselben gleichzeitig den Riesen an der Verfolgung zu hindern. Aber weder Selmar noch Emma kannten die Zaubersprüche, durch welche das Pferd allein zu lenken war. Sowie sich ihm jemand nahte, schlug es wutschnaubend mit den Hufen und bäumte sich so, dass ein Besteigen unmöglich war. Emma trieb ängstlich zur größten Eile. So blieb ihnen kein anderer Ausweg, als dass Selmar sich hinter die Geliebte auf den Zelter schwang. Nun ging es in wildester Flucht von dannen. Fortstürmend wollten sie versuchen, die Burg Selmars zu erreichen, die für jeden, selbst für einen Zauberer, unzugänglich war. Auf diesen Augenblick hatte Emma gewartet. Schnell eilte sie hinaus und bestieg ihren weißen Zelter. Selmar war ihr gefolgt und versuchte, sich des schwarzen Rosses zu bemächtigen, um durch die Entfernung desselben gleichzeitig den Riesen an der Verfolgung zu hindern. Aber weder Selmar noch Emma kannten die Zaubersprüche, durch welche das Pferd allein zu lenken war. Sowie sich ihm jemand nahte, schlug es wutschnaubend mit den Hufen und bäumte sich so, dass ein Besteigen unmöglich war. Emma trieb ängstlich zur größten Eile. So blieb ihnen kein anderer Ausweg, als dass Selmar sich hinter die Geliebte auf den Zelter schwang. Nun ging es in wildester Flucht von dannen. Fortstürmend wollten sie versuchen, die Burg Selmars zu erreichen, die für jeden, selbst für einen Zauberer, unzugänglich war.
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