sagen:zauberbannharz007
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:zauberbannharz007 [2024/03/19 16:12] – ewusch | sagen:zauberbannharz007 [2025/01/30 18:02] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 13: | Zeile 13: | ||
| Verwundert blickten sich Vater und Sohn an, denn so etwas war ihnen noch nie vorgekommen. Noch niemals hatten die Hunde es gewagt, sich auch nur um einige Schritte von der Herde zu entfernen. | Verwundert blickten sich Vater und Sohn an, denn so etwas war ihnen noch nie vorgekommen. Noch niemals hatten die Hunde es gewagt, sich auch nur um einige Schritte von der Herde zu entfernen. | ||
| - | Schnell liefen deshalb beide den Tieren nach, deren Spur sie im Wald im hohen Gras leicht entdecken konnten. Der junge Schäfer verfolgte dieselbe, indessen der Alte am Wiesenrand stehen blieb, damit die Herde nicht unbewacht bleibe und nicht etwa ein Wolf die günstige Gelegenheit wahrnähme, sich einen Morgenimbiss zu holen. Nach wenigen Minuten hörte der Alte das laute Bellen seiner Hunde. Kurz darauf rief ihn sein Sohn, und zwar, wie es dem Schäfer schien, mit ängstlicher Stimme. In der Furcht, demselben könnte ein Unglück zugestoßen sein, drang er schnell vorwärts. Aber er war hoch erstaunt, als er nach wenigen Schritten den Wald ganz verändert fand. Anstatt der jungen Stämmchen erhoben sich riesige, alte Eichen und Buchen und dazwischen hindurch schimmerte ihm das graue Gemäuer einer verfallenen Kirche entgegen. Vor der Ruine fand der Alte seinen Sohn, der unschlüssig war, ob er der Fährte der Hunde noch weiter folgen sollte, denn dieselbe führte geradezu in das Gebäude hinein. Auch er hatte, so oft er in den Wald ging, noch nie diese alten Bäume, nie diesen wunderbaren, | + | Schnell liefen deshalb beide den Tieren nach, deren Spur sie im Wald im hohen Gras leicht entdecken konnten. Der junge Schäfer verfolgte dieselbe, indessen der Alte am Wiesenrand stehen blieb, damit die Herde nicht unbewacht bleibe und nicht etwa ein Wolf die günstige Gelegenheit wahrnähme, sich einen Morgenimbiss zu holen. Nach wenigen Minuten hörte der Alte das laute Bellen seiner Hunde. Kurz darauf rief ihn sein Sohn, und zwar, wie es dem Schäfer schien, mit ängstlicher Stimme. In der Furcht, demselben könnte ein Unglück zugestoßen sein, drang er schnell vorwärts. Aber er war hoch erstaunt, als er nach wenigen Schritten den Wald ganz verändert fand. Anstatt der jungen Stämmchen erhoben sich riesige, alte Eichen und Buchen und dazwischen hindurch schimmerte ihm das graue Gemäuer einer [[ding: |
| Nur ein schwacher Lichtstrahl erhellte die Kapelle, sodass die Schäfer wenig deutlich einen Wirrwarr von Trümmern und Steinblöcken unterscheiden konnten, jedoch wurde ihnen bald klar, dass hier eine gewaltsame Zerstörung stattgefunden haben musste. | Nur ein schwacher Lichtstrahl erhellte die Kapelle, sodass die Schäfer wenig deutlich einen Wirrwarr von Trümmern und Steinblöcken unterscheiden konnten, jedoch wurde ihnen bald klar, dass hier eine gewaltsame Zerstörung stattgefunden haben musste. | ||
| Zeile 27: | Zeile 27: | ||
| In der Neustadt war ein Gotteshaus erbaut, das aber voraussichtlich noch lange ohne Türme und Glocken bleiben musste, da das Geld zum Weiterbau fehlte. Dieser Bau sollte durch den Schatz vollendet werden. So hatten es die beiden Hirten beschlossen. | In der Neustadt war ein Gotteshaus erbaut, das aber voraussichtlich noch lange ohne Türme und Glocken bleiben musste, da das Geld zum Weiterbau fehlte. Dieser Bau sollte durch den Schatz vollendet werden. So hatten es die beiden Hirten beschlossen. | ||
| - | Sie gingen zu der Äbtissin des Klosters St. Servatii, teilten derselben alles mit, was ihnen begegnet war und schlossen mit der Bitte, dass man von dem vielen Gold die Türme der neu erbauten Nikolaikirche ausführen möge. | + | Sie gingen zu der Äbtissin des [[kirche: |
| Mit Freuden wurde der Vorschlag angenommen. Schnell erhoben sich die Türme des Gotteshauses, | Mit Freuden wurde der Vorschlag angenommen. Schnell erhoben sich die Türme des Gotteshauses, | ||
| Zeile 38: | Zeile 38: | ||
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/zauberbannharz007.1710861133.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
