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sagen:zauberbannharz006

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 Außerdem befinden sich noch mehrere Kuriositäten auf dem Rathaus, so zum Beispiel ein gedörrtes Menschenhaupt und zwei rechte Hände, denen der Daumen fehlt. Es sollen Überreste von Leichnamen der gegen Kaiser Otto I. Verschworenen sein, welche im Jahr 924 hingerichtet wurden. Weiter finden wir dort höchst interessante alte Waffen, darunter eine Kanone von besonderer Konstruktion, Folterwerkzeuge, Urnen aus den alten Begräbnisplätzen der Sachsen, einen Kodex des Sachsenspiegels sowie eine kleine Gemäldegalerie fürstlicher und berühmter Persönlichkeiten. Außerdem befinden sich noch mehrere Kuriositäten auf dem Rathaus, so zum Beispiel ein gedörrtes Menschenhaupt und zwei rechte Hände, denen der Daumen fehlt. Es sollen Überreste von Leichnamen der gegen Kaiser Otto I. Verschworenen sein, welche im Jahr 924 hingerichtet wurden. Weiter finden wir dort höchst interessante alte Waffen, darunter eine Kanone von besonderer Konstruktion, Folterwerkzeuge, Urnen aus den alten Begräbnisplätzen der Sachsen, einen Kodex des Sachsenspiegels sowie eine kleine Gemäldegalerie fürstlicher und berühmter Persönlichkeiten.
  
-Die schon erwähnte Stiftskirche, eine romanische Basilika, zeichnet sich noch heute durch ihre Größe und reiche Architektur aus. Neben der Sakristei befindet sich ein uraltes Gewölbe, die Zyther, welches wohl früher zur Aufbewahrung der Reliquien bestimmt war. Noch heute werden dort viele Kostbarkeiten und wertvolle Altertümer gezeigt, wie zum Beispiel der Wasserkrug von der Hochzeit zu Kanaan, der von Kaiser Ottos Gemahlin [[vip:Theophania]] aus dem Orient hierher gebracht sein soll, weiterhin ein Kamm aus Elfenbein, welcher der Bartkamm Heinrichs I. genannt wird, ein Bischofsstab, viele prächtige, mit Edelsteinen verzierte Reliquienkästen und kunstvolle, von verschiedenen Äbtissinnen und Klosterfrauen gearbeitete Teppiche. Weiterhin ist als Merkwürdigkeit in der Schlosskirche noch ein Gewölbe zu erwähnen, das sich unter einem Teil des Mittelschisses hinzieht und die Fürstengruft genannt wird.+Die schon erwähnte Stiftskirche, eine romanische Basilika, zeichnet sich noch heute durch ihre Größe und reiche Architektur aus. Neben der Sakristei befindet sich ein uraltes Gewölbe, die Zyther, welches wohl früher zur Aufbewahrung der Reliquien bestimmt war. Noch heute werden dort viele Kostbarkeiten und wertvolle Altertümer gezeigt, wie zum Beispiel der Wasserkrug von der Hochzeit zu Kanaan, der von Kaiser Ottos Gemahlin [[vip:theophanu|Theophania]] aus dem Orient hierher gebracht sein soll, weiterhin ein Kamm aus Elfenbein, welcher der Bartkamm Heinrichs I. genannt wird, ein Bischofsstab, viele prächtige, mit Edelsteinen verzierte Reliquienkästen und kunstvolle, von verschiedenen Äbtissinnen und Klosterfrauen gearbeitete Teppiche. Weiterhin ist als Merkwürdigkeit in der Schlosskirche noch ein Gewölbe zu erwähnen, das sich unter einem Teil des Mittelschisses hinzieht und die Fürstengruft genannt wird.
  
 In diesem Gewölbe, welches die Kraft besitzen soll, die Körper unverwest zu erhalten, wurde die berühmte Pröpstin des Stiftes, Aurora von Königsmark, beigesetzt und noch vor wenigen Jahren deren mumienhaft eingetrocknete Leiche den Besuchern der Kirche gezeigt. Nun ist der Eingang vermauert und die hier beigesetzten Toten der Ruhe zurückgegeben. In diesem Gewölbe, welches die Kraft besitzen soll, die Körper unverwest zu erhalten, wurde die berühmte Pröpstin des Stiftes, Aurora von Königsmark, beigesetzt und noch vor wenigen Jahren deren mumienhaft eingetrocknete Leiche den Besuchern der Kirche gezeigt. Nun ist der Eingang vermauert und die hier beigesetzten Toten der Ruhe zurückgegeben.
  
-Im Westen des Schlosses liegt gleich einer Vorstadt der mit vielen kleinen Häusern bebaute Münzberg. Ehemals stand hier ein Nonnenkloster, welches von der Äbtissin Mathilde 986 gestiftet wurde. Als der [[zeit:Bauern­krieg]] wütete, verließen die Nonnen das Kloster und nur wenige kehrten später zurück. Bei Einführung der [[zeit:Reformation]] aber zog es die Äbtissin Anna ein. So verfiel es, und unter den Trümmern siedelten sich einige arme Leute an, zu denen sich nach und nach immer mehr gesellten. Auf diese Weise bekam der Münzberg seine jetzige eigentümliche Gestalt.+Im Westen des Schlosses liegt gleich einer Vorstadt der mit vielen kleinen Häusern bebaute Münzberg. Ehemals stand hier ein Nonnenkloster, welches von der Äbtissin Mathilde 986 gestiftet wurde. Als der [[zeit:Bauernkrieg]] wütete, verließen die Nonnen das Kloster und nur wenige kehrten später zurück. Bei Einführung der [[zeit:Reformation]] aber zog es die Äbtissin Anna ein. So verfiel es, und unter den Trümmern siedelten sich einige arme Leute an, zu denen sich nach und nach immer mehr gesellten. Auf diese Weise bekam der Münzberg seine jetzige eigentümliche Gestalt.
  
 Nahe der Stadt liegt ein herrliches Lustholz, Brühl genannt, das ehemals zum Kloster St. Wiperti gehört hatte, nach dessen Aufhebung aber vom König der Stadt geschenkt wurde. Hier, aus lieblichster Umgebung, erhebt sich ein Denkmal Klopstocks, der in Quedlinburg zur Welt kam und dessen Geburtshaus am Schlossplatz steht. Es ist an dem von zwei Säulen getragenen Vorbau leicht zu erkennen. Außerdem steht auch ein Denkmal des berühmten Geografen Ritter im Brühl, denn auch er wurde in Quedlinburg geboren. Nahe der Stadt liegt ein herrliches Lustholz, Brühl genannt, das ehemals zum Kloster St. Wiperti gehört hatte, nach dessen Aufhebung aber vom König der Stadt geschenkt wurde. Hier, aus lieblichster Umgebung, erhebt sich ein Denkmal Klopstocks, der in Quedlinburg zur Welt kam und dessen Geburtshaus am Schlossplatz steht. Es ist an dem von zwei Säulen getragenen Vorbau leicht zu erkennen. Außerdem steht auch ein Denkmal des berühmten Geografen Ritter im Brühl, denn auch er wurde in Quedlinburg geboren.
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