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sagen:wuschss202

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 Wer von [[geo:Lohmen]] nach Mockethal wandert und den Weg über den Riesenfuß wählt, der kurz vor [[geo:Doberzeit]] von der Staatsstraße [[geo:Rathewalde]] - [[geo:Pirna]] abzweigt, kommt nach einigen hundert Schritten an ein altes verwittertes Steinkreuz. Es steht heute auf freiem Felde, dicht am Wegrande. Keine Inschrift, keine Zahl gibt Aufschluß über Zweck und Entstehung. Doch seit Urvätertagen raunt die Sage um diese Stätte und bringt Kunde, erschrocken und leise, von einer grausigen Tat: Wer von [[geo:Lohmen]] nach Mockethal wandert und den Weg über den Riesenfuß wählt, der kurz vor [[geo:Doberzeit]] von der Staatsstraße [[geo:Rathewalde]] - [[geo:Pirna]] abzweigt, kommt nach einigen hundert Schritten an ein altes verwittertes Steinkreuz. Es steht heute auf freiem Felde, dicht am Wegrande. Keine Inschrift, keine Zahl gibt Aufschluß über Zweck und Entstehung. Doch seit Urvätertagen raunt die Sage um diese Stätte und bringt Kunde, erschrocken und leise, von einer grausigen Tat:
        
-Zu jener Zeit, da Lohmen noch ein Städtlein genannt wurde und das Recht hatte, im Jahr zwei Märkte abzuhalten, reitet ein fremder Kaufmann noch spät am Abend heimwärts. Vor Doberzeit biegt er links den Weg nach Mockethal ein, um bei Posta die Elbfähre zu erreichen. Das Geschäft war recht gut gegangen, und nun ist die lederne Geldkatze wohlangefüllt mit Groschen und [[lex:Gulden]]. Frohgelaunt überrechnet der Herr den reichen Gewinn, während das sichere Tier vorsichtig im dichten Walde vorwärtsstrabt. Rasch bricht die dunkle Nacht herein. Da bäumt sich plötzlich das Pferd hoch auf! Feste Hände reißen in den Zügeln. Der Reiter wird aus dem Sattel gerissen; wuchtige Schläge sausen auf ihn nieder. Bald sinkt er schwer getroffen zu Boden.+Zu jener Zeit, da Lohmen noch ein Städtlein genannt wurde und das Recht hatte, im Jahr zwei Märkte abzuhalten, reitet ein fremder Kaufmann noch spät am Abend heimwärts. Vor Doberzeit biegt er links den Weg nach Mockethal ein, um bei Posta die Elbfähre zu erreichen. Das Geschäft war recht gut gegangen, und nun ist die lederne Geldkatze wohlangefüllt mit Groschen und Gulden. Frohgelaunt überrechnet der Herr den reichen Gewinn, während das sichere Tier vorsichtig im dichten Walde vorwärtsstrabt. Rasch bricht die dunkle Nacht herein. Da bäumt sich plötzlich das Pferd hoch auf! Feste Hände reißen in den Zügeln. Der Reiter wird aus dem Sattel gerissen; wuchtige Schläge sausen auf ihn nieder. Bald sinkt er schwer getroffen zu Boden.
        
 Am folgenden Tage fand man den Kaufherrn erschlagen am Wege. Hab und Gut war ihm geraubt. Zwei Wegelagerer hatten ihn überfallen und mit der Beute schleunigst auf ihren Pferden das Weite gesucht. Am folgenden Tage fand man den Kaufherrn erschlagen am Wege. Hab und Gut war ihm geraubt. Zwei Wegelagerer hatten ihn überfallen und mit der Beute schleunigst auf ihren Pferden das Weite gesucht.
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 //Quelle: [[buch:wuschss|Die Sagenwelt der Sächsischen Schweiz]], [[autor:swusch|Sven Wusch]], 2024// //Quelle: [[buch:wuschss|Die Sagenwelt der Sächsischen Schweiz]], [[autor:swusch|Sven Wusch]], 2024//
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-{{tag>sagen swusch wuschss elbsandsteingebirge sächsischeschweiz lohmen kaufmann mord raub geldkatze groschen gulden 1563 v0}}+{{tag>sagen swusch wuschss elbsandsteingebirge sächsischeschweiz lohmen kaufmann mord raub geldkatze groschen gulden 1563 v2}}
sagen/wuschss202.1715606989.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)