sagen:wie_der_ginster_in_die_eifel_kam
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| ====== Wie der Ginster in die Eifel kam ====== | ====== Wie der Ginster in die Eifel kam ====== | ||
| - | Etwa um 100 bis 200 n. Chr., als die Eifel von den Römern besetzt war, marschierte von [[geo: | + | Dr. H. O. Penz, Adenau: Wie Gottes Gnadentau in die Eifelberge kam. |
| + | In: Die Eifel, Eifelvereinszeitschrift, | ||
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| + | Etwa um 100 bis 200 n. Chr., als die Eifel von den Römern besetzt war, marschierte von [[geo: | ||
| Auch jetzt, die Marschsäule näherte sich gerade [[geo: | Auch jetzt, die Marschsäule näherte sich gerade [[geo: | ||
| - | Claudia, so hieß das Mädchen, hatte ihrem Liebsten beim Abschied die Taschen mit [[typ: | + | Claudia, so hieß das Mädchen, hatte ihrem Liebsten beim Abschied die Taschen mit Haselnusskernen gefüllt, und der verliebte und träumerisch dreinschauende Mandubracius knabberte schon während des dreitägigen Marschierens an seinen Claudiavorräten. Nun griff er wieder - vor sich hinlächelnd - in seine rechte Hosentasche, |
| Nun meint ihr sicher, es gäbe eine Liebesgeschichte von Mandubracius und Claudia - aber weit gefehlt. Die beiden haben nur insofern mit der Geschichte zu tun, als dass der Centurio aus Liebe zu Claudia und ihren Geschenken bei einer Rast seiner Kohorte unweit Marmagen die Taschen umkehrte. Bei diesem Tun nämlich fielen einige schwarze Samen zur Erde, die sich in der Naht des Taschenfutters versteckt gehalten hatten seit jenem schweren Tag unter der Sonnenglut Umbriens, an dem die Kohorte ihre Schleudern in einem schotenknackenden Ginsterfeld in Stellung gebracht hatte. | Nun meint ihr sicher, es gäbe eine Liebesgeschichte von Mandubracius und Claudia - aber weit gefehlt. Die beiden haben nur insofern mit der Geschichte zu tun, als dass der Centurio aus Liebe zu Claudia und ihren Geschenken bei einer Rast seiner Kohorte unweit Marmagen die Taschen umkehrte. Bei diesem Tun nämlich fielen einige schwarze Samen zur Erde, die sich in der Naht des Taschenfutters versteckt gehalten hatten seit jenem schweren Tag unter der Sonnenglut Umbriens, an dem die Kohorte ihre Schleudern in einem schotenknackenden Ginsterfeld in Stellung gebracht hatte. | ||
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| So durchwanderten die Ginsterkinder und Ginster-Kindeskinder das Land von der Maas bis an den Rhein. Schließlich hatten sie das ganze Ardennen- und Eifelland besetzt, so dass sie eine Sprechkette bilden konnten zwischen ihren Marmagener Ahnherren. Auf der wiederum gelangte der letzte Wunsch der Alten an die weit verstreut wohnende Ginster-Großfamilie: | So durchwanderten die Ginsterkinder und Ginster-Kindeskinder das Land von der Maas bis an den Rhein. Schließlich hatten sie das ganze Ardennen- und Eifelland besetzt, so dass sie eine Sprechkette bilden konnten zwischen ihren Marmagener Ahnherren. Auf der wiederum gelangte der letzte Wunsch der Alten an die weit verstreut wohnende Ginster-Großfamilie: | ||
| - | So kam es, dass in einer warmen Mainacht von den Rebhügeln der windungsreichen Mosel bis vor die Tore von [[geo: | + | So kam es, dass in einer warmen Mainacht von den Rebhügeln der windungsreichen Mosel bis vor die Tore von [[geo: |
| Und die Menschen der Berge sahen staunend das Wunder und suchten es zu deuten: "Der Teppich Unserer Lieben Frau" sagten die einen, " | Und die Menschen der Berge sahen staunend das Wunder und suchten es zu deuten: "Der Teppich Unserer Lieben Frau" sagten die einen, " | ||
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