sagen:werra381
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| + | ====== Von dem weißen Fräulein auf dem alten Schlosse bei Dermbach ====== | ||
| + | Alle sieben Jahre läßt sich auf dem sogenannten alten Schlosse bei Dermbach das verwünschte Fräulein sehen. Sie ist gar bildschön von Antlitz und Gestalt, hat goldblonde Locken, trägt ein schneeweißes Gewand und einen glitzernden Schlüsselbund am goldenen Gürtel. | ||
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| + | Eines Morgens wollte eine arme junge Frau von Dermbach, nachdem sie ihr säugendes Kind gestillt und eingeschläfert hatte, in den Wald, um zu brennen zu holen, und nahm ihren Weg über das alte Schloß. Als sie dieses erreicht, erschrak sie gewaltig, denn vor ihr stand die weiße Jungfer. Diese aber blickte sie mit ihren großen blauen Augen so freundlich an, daß die Frau sich ein Herz faßte und sie nach ihrem Begehr fragte. Darauf winkte ihr die Jungfer gar holdselig zu und führte sie mit Hülfe eines der Schlüssel durch eine früher nie gesehene schwere Thür in ein großes Gewölbe. | ||
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| + | Hier schloß die Jungfer eine Menge Truhen vor den Augen der Frau auf, und als diese vor Erstaunen über den Reichthum die Hände zusammenschlug, | ||
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| + | Bei dieser Rede seufzte die Frau tief auf; doch die unermeßlichen Reichthümer, | ||
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| + | Auch die alte Gänsehirtin und noch viele Andere sahen die weiße Frau, wie sie dreimal um eine Buche herumwandelte und sehnsüchtig nach ihnen hinwinkte. Sie wollte erlöst sein. Das aber verstanden die Weibsleute nicht und machten jedesmal, daß sie davon kamen. Im Gehen aber hörten sie, daß die weiße Jungfrau noch dreimal gar arg " | ||
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