sagen:werra342b
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| - | ====== Vom umgehenden Pfaffen ====== | ||
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| - | Wenn man von Unterkatz aus durch das Hainich nach Solz geht, so kommt man gleich, nachdem der Wald begonnen hat, an ein Rasenfleck von etwa hundert Schritt Umfang. Dort läßt sich der Geist eines katholischen Pfaffen sehen, der wegen seines gottlosen Wandels ruhelos umherwandern muß. | ||
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| - | Er soll in früheren Zeiten in der Kirche zu Unterkatz arg gespukt haben und durch einen Mönch in einen Sack eingefangen und nach jenem Nasenfleck getragen worden sein. Dort läuft er den Leuten nach und hält ihnen ein aufgeschlagenes Buch entgegen, damit sie ihm daraus vorlesen und ihn dadurch erlösen. Das letzte Mal begegnete er einem Köhler, der aber wie die Andern sich vor dem Geist fürchtete und auf und davon lief. | ||
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| - | Manche wollen demselben Spuk auch in der Waldung Grimmes bei Oberkatz begegnet sein. | ||
| ====== Von der rollenden Chaise und dem Flurschützen ====== | ====== Von der rollenden Chaise und dem Flurschützen ====== | ||
| - | "Im Hainich", | + | "Im Hainich", |
| Vor etlichen Jahren noch fuhr das Geschirr des Pachters von Aschenhausen nach Solz. Als der Wagen an den Kreuzweg vor dem Hainich kam, blieben die Pferde plötzlich stehen. Obgleich der Wagen nicht beladen war, so war er doch nicht vom Flecke zu bringen, und es halfen weder Worte noch Peitschenhiebe. Erst als der Knecht ein andächtig Vaters unser gebetet hatte und dann in Gottes Namen die Pferde antrieb, ließ die unsichtbare Hand, die den Wagen hemmte, los und die Pferde jagten nun so rasch vorwärts, daß der Knecht Mühe hatte, sie im Zügel zu halten. Rückwärts fuhr er aber einen andern Weg, um sich nicht noch einmal von dem bösen Grenzsteinträger äffen zu lassen. Denn dieser und kein anderer war es der den Wagen angehalten hatte. | Vor etlichen Jahren noch fuhr das Geschirr des Pachters von Aschenhausen nach Solz. Als der Wagen an den Kreuzweg vor dem Hainich kam, blieben die Pferde plötzlich stehen. Obgleich der Wagen nicht beladen war, so war er doch nicht vom Flecke zu bringen, und es halfen weder Worte noch Peitschenhiebe. Erst als der Knecht ein andächtig Vaters unser gebetet hatte und dann in Gottes Namen die Pferde antrieb, ließ die unsichtbare Hand, die den Wagen hemmte, los und die Pferde jagten nun so rasch vorwärts, daß der Knecht Mühe hatte, sie im Zügel zu halten. Rückwärts fuhr er aber einen andern Weg, um sich nicht noch einmal von dem bösen Grenzsteinträger äffen zu lassen. Denn dieser und kein anderer war es der den Wagen angehalten hatte. | ||
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