sagen:werra287
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| + | ====== Vom Federhänschen, | ||
| + | Es lebte zu Roßdorf, wo es heutigen Tages noch häufig „wannern“ und eine Menge von Hexen geben soll, ein Weibsbild, welches auf einmal steinreich wurde. Man munkelte allerlei. Endlich kam's heraus, daß sie sich dem Bösen als Liebste in die Arme geworfen hatte. Und Der und Jener hatte auch schon gesehen, wie Federhänschen, | ||
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| + | Und so ging es auch unsrer alten Hexe. Diese bestellte er eines Tages zu sich hinaus in's Feld. Dort verwandelte er sie, ehe sie sich's versah, in einen Schimmel mit Sattel und Zeug, sezte sich auf und ritt als vornehmer Cavalier nach Roßdorf vor die Schmiede, wo er den Schimmel anband und den Meister, der ihm grüßend entgegentrat, | ||
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| + | Dem Schmied, dem so etwas noch nicht vorgekommen war und der große Augen machte und zauderte, befahl der Cavalier, rasch an's Werk zu gehen. Doch als der Meister dem Schimmel das erste Eisen auflegen wollte, stutzte und zauderte er auf's Neue, denn solch' einen sonderbaren Huf hatte er gleichfalls noch nicht gesehen. Er schüttelte bedenklich den Kopf und nahm den vornehmen Gesellen fest in's Auge. Der aber lachte wie der leibhafte Teufel und befahl dem Schmied, nur fortzufahren. Dieser aber hatte nun genug und that was ihm befohlen. | ||
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| + | Als er aber mit der Arbeit fertig war und Federhänschen ihm einen vollen Geldbeutel in die Hand drücken wollte, wies er denselben ernst mit den Worten zurück: "Will kein Handgeld von Euch, hab das Werk umsonst gethan." | ||
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| + | Federhänschen hatte sich lachend aus dem Staube gemacht. Die Alte aber fand man den andern Morgen todtkrank und wie zerschlagen in ihrem Bette, die blutigen, vernagelten Hände und Füße wollte sie sich des Nachts in dem Hofe geholt haben. Die Leute aber wußten' | ||
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