sagen:werra265
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| + | ====== Vom gespenstigen Grafen von Frankenberg ====== | ||
| + | "Die alte Kräuterev ging eines Morgens in aller Früh, ich glaube, es war Pfingsten nach dem Schloßberge | ||
| + | hinauf, um Heilkräuter zu suchen," | ||
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| + | Die Ev' mochte lange gestanden haben, aber immer noch winkte ihr die Gestalt näher zu treten und zuzulangen. Da überlief es sie auf einmal wieder eiskalt. Ja, dachte sie, es kann nicht anders sein, das ist ein Blendwerk der Hölle. Der Böse will dich in Versuchung führen. Schnell riß sie sich von der Erscheinung los und lief, was sie nur laufen konnte, den Schloßberg hinunter und betete ein Vaterunser in ihrer Kammer. Aber nie ist sie wieder allein hinauf nach dem alten Schlosse gegangen." | ||
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| + | Ein andermal erschien der alte Graf von Frankenberg dort droben in der Fensteröffnung zwei andern Frauen aus Helmers, die in der Nähe des Thurmes graseten. Diesen winkte der Burgherr näher zu kommen. Die aber hatten keine Lust, reckten die Zunge gegen ihn heraus und wünschten ihn zum Kukuk und seiner Großmutter. Darüber wurde der alte Herr zornig und stampfte mit dem bespornten Fuß so heftig auf, daß es klirrte, der Thurm in seinen Grundfesten erbebte und ein mächtiger Stein bis zu den Füßen der erschrockenen Weiber herabrollte. | ||
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sagen/werra265.1718625402.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
