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sagen:werra187

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-====== "Die Coeur Sechs" über dem Eingange der Apotheke in Tiefenort ====== 
  
-Fragst Du in Tiefenort nach der Apotheke, so weist man Dich nach einem etwas nordöstlich von der Kirche gelegenen ehemaligen Sitze der Grafen von Beichlingen. Hast Du den ummauerten Vorhof durchschritten und stehst vor dem Eingange des steinernen, schloßartigen Gebäudes, so wird Dein Auge überrascht, wenn es in dem über der Thüre angebrachten Wappen statt der beiden rothen Querbalken im weißen Felde, dem Wappenschilde der Beichlinger, die "Coeur Sechs" erblickt. +====== Der fremde Schneidergeselle auf der schwimmenden Insel des Hautsee's ======
  
-Die Sage erklärt dies auf folgende Weise: Der Letzte des Namens von Beichlingenwelcher zu Anfang des 16. Jahrhunderts dort gelebt haben sollwar ein gar leichtsinniger, dem Humpen wie dem Spiele ergebener GeselleVor Allem aber war er auf das eben aufgekommene Kartenspiel so leidenschaftlich versessendaß er nach und nach fast all' seine fahrende und liegende Habe darin verlorDadurch noch immer nicht abgeschrecktsetzte er auch sein letztes Gut, den Burghof zu Tiefenort ein und zwar auf die "Coeur Sechs"und auch der ging zum Kukuk. Als aber darauf der Graf mit dem Edelmann, welcher sein letztes Besitzthum gewonnen, an den Hof des Herzogs Friedrich Wilhelm von Sachsen kam, um von diesem die Besitzveränderung bestätigen zu lassenschlugen sich die Verwandten des Beichlingers in's Mittel und erboten sich, ihm seine Schulden zu bezahlen und den Burghof zu Tiefenort auszulösenwenn er die Bedingung eingehe, die für ihn so bedeutungsvolle "Coeur Sechs" in sein Wappenschild aufzunehmen und sich fortan nicht mehr von Beichlingensondern von Spielbergnach Andern von Spielhuszu nennenDem nackten Grafen blieb nichts anders übrigals auf diesen Vorschlag einzugehen. So kam die "Coeur Sechs" in das Wappen über der Eingangsthüre des jetzt zu einer Apotheke eingerichteten Burghofs+So kam auch einmal ein wandernder Schneidergeselle von gar feinemzartem Wesen an den Hautseedem fiel es beidie schwimmende Insel zu beschreiten und hier auf dem weichen Moosbette sein Mittagsschläfchen zu halten. Und wie gedacht, so gethanEr schlief und schlief so langebis es Abend wurdeDa stiegen seltsame Dunstgebilde aus dem Seeund aus einem derselben trat eine der schönen Nixen zu dem Schläfer auf die Inselbetrachtete den Gesellen eine Weile mit lüsternen Blickenzog ihn hierauf vorsichtig an den Rand der Insel und tauchte mit ihm in die Tiefe.  
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 +Als hier der Schneider erwachtetrat wieder die schöne Nixe zu ihm und sagtedaß er ihr gar wohl gefalle und sie ihn deshalb von der Insel hierher in ihren Krystallpalast geführt habe, damit er ihr drei Jahre lang diene. Es möge ihm jedoch darum nicht bange sein, da es ihm an nichts mangeln würde. Die schöne Wasserjungfer hielt Wort, und dem Schneider gefiel es gar wohl in dem unterirdischen Palaste.  
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 +Und als die drei Jahre herum warenda hörte der Geselle eine gar prächtigerauschende Musik; es kam ihm in die Beineer faßte seine schöne Wirthin um den Leib und wirbelte so lange mit ihr im lustigen Reigen herum, bis ihm die Sinne schwandenAls er aus seinem seltsamen Rausch erwachtelag er auf demselben Moosbette der Insel, auf das er sich vor drei Jahren zum Schlafen gestreckt.
  
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