sagen:werra186
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| - | ====== Der fremde Schneidergeselle auf der schwimmenden Insel des Hautsee' | ||
| - | So kam auch einmal ein wandernder Schneidergeselle von gar feinem, zartem Wesen an den Hautsee, dem fiel es bei, die schwimmende Insel zu beschreiten und hier auf dem weichen Moosbette sein Mittagsschläfchen zu halten. Und wie gedacht, so gethan. Er schlief und schlief so lange, bis es Abend wurde. Da stiegen seltsame Dunstgebilde aus dem See, und aus einem derselben trat eine der schönen Nixen zu dem Schläfer auf die Insel, betrachtete den Gesellen eine Weile mit lüsternen Blicken, zog ihn hierauf vorsichtig an den Rand der Insel und tauchte mit ihm in die Tiefe. | + | ====== Von der brabanter Gräfin am Hautsee |
| - | Als hier der Schneider erwachte, trat wieder die schöne Nixe zu ihm und sagte, daß er ihr gar wohl gefalle und sie ihn deshalb von der Insel hierher in ihren Krystallpalast geführt habe, damit er ihr drei Jahre lang diene. Es möge ihm jedoch darum nicht bange sein, da es ihm an nichts mangeln würde. Die schöne Wasserjungfer hielt Wort, und dem Schneider gefiel es gar wohl in dem unterirdischen Palaste. | + | Einst kam ein reicher Graf aus dem Lande Brabant, |
| - | Und als die drei Jahre herum waren, da hörte | + | Da nun das Leid des Grafen den Bauern zu Herzen ging, so riethen sie ihm, ein Fest in der Nähe des See's zu veranstalten und vor Allem die Spielleute zum Tanze nicht zu vergessen, denn die drei Schwestern im See liebten solchen gar sehr und würden sich gewiß zu diesem einstellen. Dann solle er mit ihnen tanzen und sie nach der Verlornen fragen. Solches ließ sich nun der Graf nicht zweimal sagen und veranstaltete ein gar großartiges Fest, und als es Abend geworden, da hüllte sich der See in einen dichten Nebel; aus diesem schwebten |
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