sagen:werra183
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| + | ====== Von den Wichtelmännchen am Haspelsgraben bei Unterrohn ====== | ||
| + | "Sie wissen doch," so erzählt die alte Tiefenorter Botenfrau, "daß zwischen Unterrohn und Tiefenort sich von den Werrawiesen ein kleines Thal bergauf zieht, das man den Haspelsgraben heißt, und daß rechts auf der Ecke des Berges einmal ein altes Schloß gestanden hat, von dem weiter nichts als der tiefe Graben, Kalk und Ziegelsteine noch da find . Nun sehen Sie, dort herum wohnen noch Wichtelmännchen. Sie sollen aber, wie ich von alten Leuten gehört habe, jezt dort über 10 Fuß unter der Erde stecken. Meine älteste Schwester, sie ist nunmehr längst todt, damals aber war sie noch ein junges, frisches Thier, die war auch einmal dort auf einem Acker am Schneiden, und da sie gerade ihr Kleines bei sich hatte und das Kind eingeschlafen war, so legte sie es nicht weit von dem Haspelsgraben auf ihre Jacke und deckte es mit der Schürze zu. | ||
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| + | Wie sie nun so eine Weile geschnitten hatte, da sagte einer der Schnitter: "Du, paß' auf Dein Kind auf, daß Dir's die Wichtel nicht umtauschen !" Meine Schwester aber sagte, das würden sie wohl bleiben lassen, sie sei ja hier immer in der Nähe. Es kam aber doch so; denn bald hörte sie ein gottesjämmerliches Geschrei. Da rief wieder der Schnitter: "Na, hörst Du denn nicht, wie Dein Kind schreit?" | ||
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| + | Als das Stück lag und der Struiß (Strauß) für die arme Frau aufgeputzt worden war((Es ist dies ein altgermanisches Dankopfer für den Erntesegen.)), | ||
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| + | Von der Pfaffenwiese und dem Grenzgraben bei Unter dem alten Steinköpfchen in der Nähe des Bahnwärterhäuschens bei Oberrohn liegt eine Wiese, die Pfaffenwiese genannt, auf die vor Zeiten der Geist eines gottlosen Pfaffen, der auf dem nahen Gute Oberrohn arg wirthschaftete, | ||
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sagen/werra183.1718617524.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
