sagen:werra170
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| ====== Der gute Born bei Möhra ====== | ====== Der gute Born bei Möhra ====== | ||
| - | Im Jahr 1688 am 12. des Monats Juni pflügte Hans Peter Luck von Möhra auf dem Acker seines Vaters, der links am Weg nach Etterwinden an dem sogenannten Seeb gelegen war, als er dort unvermuthet eine starke Quelle zu Tage gehen sah. Der erstaunte Bauer rief den in der Nähe weidenden Schäfer herbei, erweiterte mit dessen Hülfe die Oeffnung des Sprudels und gewahrte nun, wie derselbe in der Tiefe aus einem kellerähnlichen Gewölbe hervorquoll. Das Wasser war molkig, hatte einen seltsamen Geschmack und färbte die Erde umher mit einem gelblichen Schlamme. Die aufgefundene Quelle wurde bald näher bekannt, und man entdeckte in ihr ein so vortreffliches Heilmittel gegen allerlei Leibesübel, | + | Im Jahr 1688 am 12. des Monats Juni pflügte Hans Peter Luck von [[geo:Möhra]] auf dem Acker seines Vaters, der links am Weg nach [[geo:Etterwinden]] an dem sogenannten Seeb gelegen war, als er dort unvermuthet eine starke Quelle zu Tage gehen sah. Der erstaunte Bauer rief den in der Nähe weidenden Schäfer herbei, erweiterte mit dessen Hülfe die Oeffnung des Sprudels und gewahrte nun, wie derselbe in der Tiefe aus einem kellerähnlichen Gewölbe hervorquoll. Das Wasser war molkig, hatte einen seltsamen Geschmack und färbte die Erde umher mit einem gelblichen Schlamme. Die aufgefundene Quelle wurde bald näher bekannt, und man entdeckte in ihr ein so vortreffliches Heilmittel gegen allerlei Leibesübel, |
| Vergebens hofften die Möhraer noch lange Jahre auf die Rückkehr der Quelle. Sie war und blieb verschwunden, | Vergebens hofften die Möhraer noch lange Jahre auf die Rückkehr der Quelle. Sie war und blieb verschwunden, | ||
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