sagen:werra137
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:werra137 [2024/06/17 11:25] – angelegt ewusch | sagen:werra137 [2025/01/30 18:02] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Von den Hunden von Wenkheim auf Altenstein ====== | ||
| + | Vor vielen, vielen Jahrhunderten soll es geschehen sein, daß in [[geo: | ||
| + | |||
| + | Mit Entsetzen gedachte sie jezt der armen, auf ihren Befehl hingerichteten Schuldlosen und dessen, was die Leute und ihr abwesender Gemahl von ihr denken und reden würden; nahm daher einen der dreizehn zu sich und gebot einer ihrer vertrauten Dienerinnen, | ||
| + | |||
| + | Der Burgherr aber beherrschte seinen Zorn, gebot der Dienerin, die Knäblein zu einem Köhler in dem Walde zu bringen, wo er für die Pflege derselben weiter sorgen werde. Ihrer Herrin jedoch solle sie bei Todesstrafe nichts von diesem Verlaufe mittheilen. | ||
| + | |||
| + | Als die Knaben aber ihr 12. Lebensjahr erreicht hatten, und die Burgherrin den Namenstag des bei ihr gebliebenen dreizehnten fröhlich begehen wollte, frug sie der Eheherr, was einer Mutter gebühre, die ihr neugebornes Kind gleich einem jungen Hunde im Wasser zu ersäufen befehle. Und als hierauf die Frau anfangs erschrocken dann aber dreist antwortete, eine solche Mutter müsse lebendig verbrannt werden, da rief der Ritter zornig, während er eine Seitenthür öffnete und die zwölf ganz mit dem dreizehnten überein gekleideten Knaben eintreten hieß: "Nun denn, Weib, dann hast Du die Strafe zwölfmal verdient, denn hier sind Deine jungen Hunde, und das soll auch von nun an ihr Name sein." Die Sage jedoch berichtet noch, daß der Burgherr die von seiner Gattin selbst ausgesprochene Strafe nicht an ihr vollziehen ließ, sondern sie zur Reue und Buße in ein strenges Kloster schickte. Jene zwölf aber behielten den ihnen verliehenen Namen bei und wurden die Stammväter derer von Hund, da der dreizehnte Bruder ohne Leibeserben mit dem Tode abgegangen sein soll. | ||
| // | // | ||
| Zeile 9: | Zeile 17: | ||
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/werra137.1718616343.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
