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sagen:werra123

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 ====== Von dem Schatz auf dem alten Liebenstein ====== ====== Von dem Schatz auf dem alten Liebenstein ======
  
-Off’m Suerborn, doch lange bevor der Ort unter dem Namen Bad Liebenstein bekannt wurde, träumte es einem jungen Bauernmädchen, sie suche oben an dem alten Schloss Blumen und höre dabei eine feine, aber traurige Musik in dem alten Gemäuer. Und als sie ausschaute, siehe, da zeigte sich in einem der Fensterlöcher eine weiße Dame, die ihr freundlich zuwinkte, näherzutreten.+Off’m Suerborn, doch lange bevor der Ort unter dem Namen [[geo:badliebenstein|Bad Liebenstein]] bekannt wurde, träumte es einem jungen Bauernmädchen, sie suche oben an dem alten Schloss Blumen und höre dabei eine feine, aber traurige Musik in dem alten Gemäuer. Und als sie ausschaute, siehe, da zeigte sich in einem der Fensterlöcher eine [[wesen:weissefrau|weiße Dame]], die ihr freundlich zuwinkte, näherzutreten.
  
 Den Traum aber erzählte das Mädchen am anderen Morgen ihrem Vater und der sprach: »Höre, wenn dir wirklich dort oben etwas beschieden sein soll, so musst du drei Nächte hintereinander denselben Traum haben.« Den Traum aber erzählte das Mädchen am anderen Morgen ihrem Vater und der sprach: »Höre, wenn dir wirklich dort oben etwas beschieden sein soll, so musst du drei Nächte hintereinander denselben Traum haben.«
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 Da es nun sich so ereignete, so ging am dritten Tag der alte Heller, so hieß der Bauer, mit seiner Tochter hinauf zur Burg und versteckte sich dort im Dickicht, um von da aus seine Tochter immer im Auge zu haben. Da es nun sich so ereignete, so ging am dritten Tag der alte Heller, so hieß der Bauer, mit seiner Tochter hinauf zur Burg und versteckte sich dort im Dickicht, um von da aus seine Tochter immer im Auge zu haben.
  
-Alles kam so, wie es das Mädchen im Traum wahrgenommen hatte. Hierauf trat ihr die weiße Dame aus der Burg entgegen, hieß sie willkommen und teilte ihr dann Folgendes mit. Sie sei, sprach sie, eine der Burgfrauen, die in ihrem Leben viel Sünde getan und besonders die Armen hart behandelt habe, dafür aber hätte sie bis heute noch keine Ruhe im Grab gefunden. Sie nun könne ihr diese verschaffen, wenn sie für ihre arme Seele in der Kirche zu Barchfeld, in der zu Schweina sowie in der zu Steinbach drei Sonntage hintereinander Seelenmessen lesen und zugleich an diesen drei Tagen ein bestimmtes Quantum Brot und Korn an die Armen verabreichen lassen wolle. Sie würde dafür einen reichlichen Lohn empfangen. Dort in jenem Kranz von jungen Buchen sei ein Schatz von Gold und Edelgestein verborgen, den sie nach vollbrachter Aufgabe zu heben vermöge.+Alles kam so, wie es das Mädchen im Traum wahrgenommen hatte. Hierauf trat ihr die weiße Dame aus der Burg entgegen, hieß sie willkommen und teilte ihr dann Folgendes mit. Sie sei, sprach sie, eine der Burgfrauen, die in ihrem Leben viel Sünde getan und besonders die Armen hart behandelt habe, dafür aber hätte sie bis heute noch keine Ruhe im Grab gefunden. Sie nun könne ihr diese verschaffen, wenn sie für ihre arme Seele in der Kirche zu [[geo:Barchfeld]], in der zu [[geo:Schweina]] sowie in der zu [[geo:steinbachbadliebenstein|Steinbach]] drei Sonntage hintereinander Seelenmessen lesen und zugleich an diesen drei Tagen ein bestimmtes Quantum Brot und Korn an die Armen verabreichen lassen wolle. Sie würde dafür einen reichlichen Lohn empfangen. Dort in jenem Kranz von jungen Buchen sei ein Schatz von Gold und Edelgestein verborgen, den sie nach vollbrachter Aufgabe zu heben vermöge.
  
 Als hierauf die weiße Frau zur Burg zurückkehrte, eilte das junge Mädchen ihrem Vater entgegen und tat ihm alles zu wissen. Als hierauf die weiße Frau zur Burg zurückkehrte, eilte das junge Mädchen ihrem Vater entgegen und tat ihm alles zu wissen.
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sagen/werra123.1718779562.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)