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sagen:werra063

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 ====== Von der wunderbaren Rettung des Pfarrers zu Trusen ====== ====== Von der wunderbaren Rettung des Pfarrers zu Trusen ======
  
-An der Kirchhofmauer zu Trusen steht noch ein altes steinernes Bildnis. es stellt den weiland dortigen Pfarrer, Herrn Magister Lukas, gestorben 1666, vor, der, wie sie heute noch in Trusen erzählen, ein Mann so recht nach dem Willen Gottes gewesen und zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges hart geprüft worden ist. So hatten ihn einst die Kroaten arg misshandelt und rein ausgeplündert. Da kamen endlich auch noch die Schweden, und da sie nichts mehr vorfanden und der arme schwer bedrängte Pfarrer nicht angeben konnte, wo er die vermeintlichen Schätze verborgen hielt, so warfen sie ihn zu Boden, gossen ihm Wasser und allerlei ekelhafte Flüssigkeiten in den Mund, traten ihm mit Stiefel und Sporen auf dem Leib herum und ließen ihn darauf für tot liegen. Aber der Herr wollte ihn nicht verderben. Der Pfarrer kam nach einiger Zeit wieder zu sich, raffte sich auf, flüchtete im bloßen Hemd über die Wallenburg zum Leutenbacher Grund und verkroch sich dort oben in eine kleine Höhle des Mommelsteins((Mummenstein, auch Mommelstein genannt, eine Felsenpartie von Glimmerschiefer, zwischen Herges und Brotterode auf dem linken Ufer des Lautenbachs, dem Haupt- oder Halbstein gegenüber auf der Höhe des Seimberges)), deren Eingang sofort eine große Spinne dicht verwebte.+An der Kirchhofmauer zu [[geo:Trusen]] steht noch ein altes steinernes Bildnis. es stellt den weiland dortigen Pfarrer, Herrn Magister Lukas, gestorben 1666, vor, der, wie sie heute noch in Trusen erzählen, ein Mann so recht nach dem Willen Gottes gewesen und zur Zeit des [[zeit:30jährigerkrieg|Dreißigjährigen Krieges]] hart geprüft worden ist. So hatten ihn einst die [[volk:Kroaten]] arg misshandelt und rein ausgeplündert. Da kamen endlich auch noch die Schweden, und da sie nichts mehr vorfanden und der arme schwer bedrängte Pfarrer nicht angeben konnte, wo er die vermeintlichen Schätze verborgen hielt, so warfen sie ihn zu Boden, gossen ihm Wasser und allerlei ekelhafte Flüssigkeiten in den Mund, traten ihm mit Stiefel und Sporen auf dem Leib herum und ließen ihn darauf für tot liegen. Aber der Herr wollte ihn nicht verderben. Der Pfarrer kam nach einiger Zeit wieder zu sich, raffte sich auf, flüchtete im bloßen Hemd über die Wallenburg zum Leutenbacher Grund und verkroch sich dort oben in eine kleine Höhle des Mommelsteins((Mummenstein, auch Mommelstein genannt, eine Felsenpartie von Glimmerschiefer, zwischen Herges und Brotterode auf dem linken Ufer des Lautenbachs, dem Haupt- oder Halbstein gegenüber auf der Höhe des Seimberges)), deren Eingang sofort eine große Spinne dicht verwebte.
  
 Kaum hatte der Pfarrer sein Haus verlassen, so erhielten auch schon die schwedischen Kriegsknechte Wind davon, setzten ihm auf der Fährte nach und kamen richtig bei seinem Versteck an. Kaum hatte der Pfarrer sein Haus verlassen, so erhielten auch schon die schwedischen Kriegsknechte Wind davon, setzten ihm auf der Fährte nach und kamen richtig bei seinem Versteck an.
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-{{tag>sagen wucke werrasagen thüringen werra v0}}+{{tag>sagen wucke werrasagen thüringen werra trusen 1666 30jährigerkrieg kroaten schweden pfarrer prügel flucht versteck höhle spinne netz v2}}
sagen/werra063.1718203063.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)