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sagen:werra057

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-====== Von dem fröhlichen Fräulein auf der Todenwarth ======+====== Vom Hexenbiss bei Herrenbreitungen ======
  
-Auf der Todenwarth hat einmal ein gar leutseliges und sittsames Fräulein gewohnt, das wegen seines heiteren Gemüts nur das fröhliche Fräulein genannt wurde. Auch wusste es mehr als andere Leute.+In Herrenbreitungen auf dem Gottesacker steht noch ein altes, eisernes Kachelkreuz, d. h. ein Kreuz, dessen Inschrift mit einem Lid zugeklappt werden kann. Die Zeit hat hier zwar die Schrift verwischt, doch in der Erinnerung des Volkes ist sie noch stehen geblieben. Dieses erzählt: Hier ruht ein ehemaliger Besitzer des hiesigen Klostergutes, dem eines Sommers auf seinen Feldern gar arg und so gestohlen wurde, dass er trotz aufgestellter Wachen des Diebes nicht habhaft werden konnte.
  
-Einmal schlachtete droben ein schöner, junger Metzger aus Fambach und pries errötend und gesenkten Blickes das Fräulein ob seines fröhlichen Sinnes und seiner großen Holdseligkeit. Da wurde dieses plötzlich ernst und fragte den Metzgerob er, wenn es stürbemit ihm zur Leiche gehen wolle. Er gab ihr scherzend das Versprechen und wurde darauf von dem Fräulein beschieden, sich am achten Tag in seinem Staatskleid auf der Todenwarth wieder einzufinden. Lachend sagte der Metzger auch das zu.+Endlich erblickte er ihn auf einem seiner besten Kleeäckerals er zufällig dort vorüber auf die Jagd ging. Doch auch der Diebein als Hexe im Dorf berüchtigtes Weibsbildhatte ihn erkannt und verschwand vor seinen Augen.
  
-Und richtig stand er acht Tage später wieder droben auf der Todenwarth in einem der Zimmer am Sarg des Fräuleinsden plötzlich zu aller Erstaunen eine weiße Taube dreimal umschwebte, die dann wieder durch das offene Fensterdurch welches sie gekommen warverschwand.+Ärgerlich darüber stieß der Gutsherr die zurückgelassene Kötze um, aus der nun die Hexe in der Gestalt eines kleinen gescheckten Hundes so bissig auf ihn eindrangdass er im Zorn das Gewehr von der Schulter riss und es auf sie losbrannte. Der Schuss fehlte, die Hexe aber fuhr zu und biss den Gutsherrn so giftig in die Beinedass er Mühe hattenach Hause zu kommen und am dritten Tag danach bereits seine Seele aushauchte.
  
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sagen/werra057.1718202830.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)