Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:werra026

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:werra026 [2024/06/12 16:16] ewuschsagen:werra026 [2025/01/30 18:01] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 3: Zeile 3:
 [[sagen:werra027| weiter >>>]] [[sagen:werra027| weiter >>>]]
  
-====== Die weiße Jungfer auf der Maienluft ======+====== Die Metzgerfrau aus Schmalkalden ======
  
-In den Ruinen des dicht über Wasungen gelegene und von Graf Heinrich dem Ungezogenen von Ostheim 1444 zerstörten Hennebergischen Grafenschlossesder Maienluftebenso in den dabei liegenden Gutsgebäuden lässt sich alle 7 Jahre eine weiße Jungfer sehenObwohl sie noch niemandem etwas zu Leide tatso ist doch ihr Erscheinen besonders dem Gesinde dort oben verhasst.+In [[geo:Schmalkalden]] war eine Metzgerfraudie war reichaber geizig. Sie wog den Leuten ihr ganzes Leben hindurch statt eines Pfundes jedes Mal nur drei ViertelNach ihrem Tod spukte sie in ihrem Haus und wurde auf eine Höhe in der Nähe von [[geo:Wasungen]] versetztwo sie vor dem Türken-Hof rechts an der hohen Straße in dem kleinen Wald, welcher der dreieckige Spedel heißt, unstet auf- und abging und rief: »Drei Viertel für ein Pfund.«
  
-Einstmals hat sie ein auf Schloss Maienluft wohnender Sackbauer aus Wahns gesehen. Da er aber mit dem unheimlichen Geist nichts zu tun haben wollte und sich abwandte, so verschwand sie mit drei tiefen Seufzern. +In jenem Wald haben sie die Wasunger Jäger gesehen und an ihrer Schlitzjacke und deren Silberknöpfen deutlich erkanntWeil sie aber hier die Leute zu arg erschreckteso wurde sie wieder nach Schmalkalden zurückversetzt und ihr eine alte dicke Mauer als Aufenthaltsort angewiesen.
- +
-So erzählte auch eine Bäuerin von droben, die mit einer Familie in Wasungen vielfach verkehrte, dieser unter Beteuerung der Wahrheit Folgendes: +
- +
-»Ich saß mittags auf der Türschwelle und schälte Kartoffeln zu der Suppe für das vom Feld heimkehrende Gesinde. Wie ich nun eine Zeit lang geschält hatte und an nichts dachte, hörte ich auf einmal ein Rauschen hinter mir links von der Küche her. Ich drehte mich um und sah eine ganz weiß gekleidete Jungfer auf mich zukommen. Sie blieb dicht vor mir stehen, nahm den goldenen Schlüsselbund von ihrer Seite, reichte ihn mir und sah mich schweigend und bittend anDa sie von so schönem und edlem Wesen war und dabei jammernd aussah, hatte ich keine Furcht vor ihr, besann mich aber doch, ob ich ihr den Schlüsselbund abnehmen sollte. In dem Augenblick nun, wo ich zugreifen wollte, kam gerade Kaspar, ein junger Knecht, vorn zur Tür herein, wurde die weiße Jungfer gewahr und hob mit den Worten ›Verfluchte Hexe, bist du auch wieder da?‹ die Faust gegen sie auf. +
- +
-Die Jungfer war mit einem tiefen Seufzer verschwunden.«+
  
 //Quellen:// //Quellen://
Zeile 19: Zeile 13:
  
 ---- ----
-{{tag>sagen wucke werrasagen thüringen werra wasungen v0}}+{{tag>sagen wucke werrasagen thüringen werra schmalkalden wasungen metzger betrug ruhelos bann spuk v2}}
sagen/werra026.1718201800.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)