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sagen:werra024

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-====== Der große Taler im Hasengraben bei Wasungen ======+====== Vom Reiter ohne Kopf in Schwallungen und von der ungeheuren und ungetreuen Brücke ======
  
-Von Wasungen nach Metzels zu geht ungefähr einen Büchsenschuss hinter dem Kirchhof ein Fahrweg links ab. Er führt nach der sogenannten Goldlauter und dem Hasengrabeneiner einsamen und von Schluchten zerrissenen Gegend hinter dem Kohl- und Schlossberg. Hierher fuhr ein armer Wasunger Mann in die Streu. Es war ein Notjahr, und der Mann hatte nichts als eine dürre Brotrinde bei sich. Die verzehrte er noch nüchtern und ging dann seufzend an die ArbeitKaum aber hatte er eine Lage Heidekraut abgesicheltals ihm auch schon ein großesblankes Silberstück, ein sogenannter großer Taler, entgegenrollte. Die Freude war groß. Gott im Stillen dankend, eilte er, mit der Ladung fertig zu werden, um zu Hause seiner Frau sein unverhofftes Glück mitzuteilen. Für den Taler gab ihm der Kaufmann so viel kleine Münzedass er sich augenblicklich helfen und noch dazu Tabakland pachten konnte.+Die Schwallunger erzählendass in früheren Zeiten allnächtlich ein Reiter ohne Kopf auf einem Schimmel von der jenseits der Werra am Zillbacher Berg gelegenen Wüstung Altschwallungen her und durch das Dorf bis an die ungeheure Brücke am Bonndorfer Gründchen geritten seiEin alter Bauer im Dorf aber habe jedes Mal, sobald er des Reiters anmutig geworden waraus Mitleid für ihn ein Vaterunser gebetetund der Reiter vor dessen Haus so lange anhieltbis jener das Amen gesprochen hatte, worauf er dann weitergeritten und an der genannten Brücke verschwunden sei.
  
-Ein Jahr später erhielt er in Traum die Weisungwieder zum Hasengraben zu fahrenund zwar wurde ihm derselbe Glückstag bezeichnetEr gehorchte und es erging ihm wie das letzte Mal. Im dritten Jahr fuhr erda er sich den Tag wohl gemerkt hatteaus eigenem Antrieb dorthin und begann da, wo die Heide zwischen den Wachholdersträuchern am dicksten standseine Arbeit. Allein dieses Mal wollte ihm kein Taler entgegenfallen. Da sah er wieder seufzend gen Himmel auf und gewahrte auf einem Wachholderbaum ein kleines Männchen mit einem gar feinen Kästchen unter dem Arm und einer Sichel in der Hand, das ihn mit trauriger Miene anblickte. Nach einer kleinen Weile aber verschwand die Erscheinung.+Dort aber ist es seit undenklichen Zeiten nicht richtigund mancherder des Nachts noch von Schwallungen nach Wasungen musste, hatte allda Neckereien erfahrenEinzelne wollen sogar den Gott sei bei uns in eigener Person daselbst gesehenauch den betrügerischen Maurermeisterwelcher auf unredliche Weise die Brücke erbaute, mit dem Spitzhammer in der Geisterstunde arbeiten gehört haben.
  
-Wohl ist der Mann mit seinem Schiebekarren regelmäßig an dem bestimmten Tag dorthin in die Heide gefahren, das Glück aber war ihm nicht mehr holdAuch das Männchen hatte sich nie wieder sehen lassen. Hätte er, so setzt die Sage hinzudamals geschwind seine Sichel über den Baum geworfen, so wäre das Kästchen sein gewesen und der Geist erlöst worden.+Eine andere Brücke liegt von Schwallungen talabwärts, nahe bei der sogenannten Zwick und heißt die ungetreue BrückeIn früheren Zeiten war hier ein schlechter Hohlwegund gar viele wurden durch sechs schwarzgekleidete Männer, die einen Sarg auf einer Bahre trugen und so die Brücke versperrtenarg erschreckt und hatten dabei viel Ungemach auszustehen. Auch teilt dort ein Mann ohne Kopf in der Geisterstundegewaltige Ohrfeigen aus.
  
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