sagen:wasdieheimaterzaehlt133
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| + | ====== Kamenz unter dem Burggrafen Burghardt von Kamenz ====== | ||
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| + | Am 2. Juli 1255 brach eine furchtbare Feuersbrunst aus, durch welche Kamenz vollständig in Asche gelegt wurde. Mehrere Menschen waren in den verheerenden Flammen umgekommen, dazu viel Vieh und alles Hausgeräte. Auch sämtliche Vorräte für Menschen und Tiere hatten die Flammen verzehrt. Das Elend war grenzenlos. Die meisten Bürger waren an den Bettelstab gekommen. Da sollten aber die schwergeprüften Kamenzer in dem edlen Burggrafen Burghardt einen wahren väterlichen Freund, einen Tröster, Helfer und Retter finden, einen treusorgenden Herrn und Gebieter haben. Burggraf Burghardt gab seiner Residenz viele Beweise väterlicher Fürsorge. Er suchte mit allen Kräften das Elend zu mildern und den Wiederaufbau der Stadt zu erleichtern. Mit Rat und Tat stand er den Bürgern bei, er ordnete an, die Straßen breiter anzulegen und die Häuser weiter und fester zu errichten. Auch gab er Anleitung, zur Aufführung der öffentlichen Gebäude. So wurde Kamenz nach einigen Jahren ein gar freundlicher Ort. Ueber alle Gebäude ragten hervor das große und getürmte Rathaus und die aus riesigen Granitquadern errichtete Stadtkirche, | ||
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| + | Das damals errichtete Rathaus wurde bei dem letzten Brande von Kamenz am 4. und 5. August 1842 ein Raub der Flammen. Rings um die Stadt führte eine 2–4 Meter starke Mauer mit einer Anzahl stattlicher Befestigungstürme. Der menschenfreundliche Burggraf Burghardt verminderte die ihm zu zahlenden Abgaben der Bürger, er gewährte den Bewohnern mehr Freiheit in vielen Dingen und verlieh der Stadt große Gerechtigkeiten. Es bildeten sich ferner mehrere Innungen, so entstanden die Bäcker-, Fleischhauer- und Schuhmacherinnung. Das Handwerk blühte sichtlich empor. – Außerhalb der Ringmauer durfte kein Bier gebraut werden, und so waren die meisten Dörfer in weitester Umgegend gezwungen, das nötige Bier in den Brauereien zu Kamenz zu holen. Und das betraf gar viele Ortschaften; | ||
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| + | Als des Burggrafen jüngster Bruder, Bernhardt von Kamenz, der am 11. Oktober 1299 als Bischof v. Meißen starb (nach anderen, z. B. Dr. Gräße, am 12. Okt. 1321), das Kloster Marienstern gestiftet hatte, bezogen 16 Nonnen des Cisterzienserklosters zu Kamenz am 15. Juni 1284 das neue Kloster Marienstern. Das von diesen verlassene Cisterzienserkloster in Kamenz wurde nun vom Burggrafen Burghardt unter Mithilfe seines geistlichen Bruders Bernhardt in ein Hospital umgewandelt, | ||
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