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 ====== Der Schwedenstein ====== ====== Der Schwedenstein ======
  
-In die Radeberger Gegend herüber grüßt seit dem Sommer 1898 von einer nach Osten zu liegenden waldgekrönten Höhe ein stolzer Luginsland; das ist der stattliche Aussichtsturm auf dem Schwedensteine bei Pulsnitz-Obersteina. Diesen Turm ließ der sehr rührige Gebirgs- und Verschönerungsverein „Pulsnitz und Umgegend“ errichten. Am 14. August 1898 wurde der Schwedensteinturm geweiht und dem öffentlichen Verkehre übergeben. Ein Besuch des 418 Meter hohen Schwedensteines ist nur zu empfehlen.+In die [[geo:radeberg|Radeberger]] Gegend herüber grüßt seit dem Sommer 1898 von einer nach Osten zu liegenden waldgekrönten Höhe ein stolzer Luginsland; das ist der stattliche Aussichtsturm auf dem Schwedensteine bei Pulsnitz-Obersteina. Diesen Turm ließ der sehr rührige Gebirgs- und Verschönerungsverein „Pulsnitz und Umgegend“ errichten. Am 14. August 1898 wurde der Schwedensteinturm geweiht und dem öffentlichen Verkehre übergeben. Ein Besuch des 418 Meter hohen Schwedensteines ist nur zu empfehlen.
  
-Von Pulsnitz aus ist dieser Berg in 40 Minuten bequem zu erreichen. Der Weg dahin ist freilich sonnig, aber doch lohnend. Schattiger ist der Weg über das idyllisch gelegene „Waldschlößchen“ an der Straße, die nach Kamenz führt. – Die Bezeichnung „Schwedenstein“ sucht man auf den Landkarten freilich vergeblich. Die Höhe führt da den Namen „Gickelsberg.“ Den nördlichen Abhang dieses Berges bezeichnet man als den Kirchberg. Ueber denselben führt für die Obersteinaer der Weg zur Kirche nach Pulsnitz. Wo der Kirchweg den Kamm des Kirchberges erreicht hat, liegt ein Restaurant, „Zum Schwedenstein“ genannt. Von hier aus ist die Höhe des Gickelsberges in wenigen Minuten erreicht. – Den Namen „Schwedenstein“ hat dieser Berg erst in neuerer Zeit erhalten. Wie die Sage berichtet, sollen einst die Schweden am Berge ein Lager aufgeschlagen haben. Der große Schwedenkönig Gustav Adolf wäre selbst auf dieser Höhe gewesen. An ihn erinnere auf dem Scheitel des Berges, unmittelbar am Fuße des Turmes, ein großer Granitblock, der „Schwedenstein“ genannt, nach dem mit der Zeit dem ganzen Berge diese Bezeichnung gegeben wurde. Der erwähnte Granitblock trägt folgende Inschrift in lateinischen Buchstaben:+Von Pulsnitz aus ist dieser Berg in 40 Minuten bequem zu erreichen. Der Weg dahin ist freilich sonnig, aber doch lohnend. Schattiger ist der Weg über das idyllisch gelegene „Waldschlößchen“ an der Straße, die nach [[geo:Kamenz]] führt. – Die Bezeichnung „Schwedenstein“ sucht man auf den Landkarten freilich vergeblich. Die Höhe führt da den Namen „Gickelsberg.“ Den nördlichen Abhang dieses Berges bezeichnet man als den Kirchberg. Ueber denselben führt für die Obersteinaer der Weg zur Kirche nach Pulsnitz. Wo der Kirchweg den Kamm des Kirchberges erreicht hat, liegt ein Restaurant, „Zum Schwedenstein“ genannt. Von hier aus ist die Höhe des Gickelsberges in wenigen Minuten erreicht. – Den Namen „Schwedenstein“ hat dieser Berg erst in neuerer Zeit erhalten. Wie die Sage berichtet, sollen einst die Schweden am Berge ein Lager aufgeschlagen haben. Der große Schwedenkönig Gustav Adolf wäre selbst auf dieser Höhe gewesen. An ihn erinnere auf dem Scheitel des Berges, unmittelbar am Fuße des Turmes, ein großer Granitblock, der „Schwedenstein“ genannt, nach dem mit der Zeit dem ganzen Berge diese Bezeichnung gegeben wurde. Der erwähnte Granitblock trägt folgende Inschrift in lateinischen Buchstaben:
  
 Gustav Adolf Rex 1632. Gustav Adolf Rex 1632.
  
-Diese Worte sollen im genannten Jahre zur Erinnerung an Gustav Adolf in diesen Stein eingemeiselt worden sein. Eine schüsselartige Vertiefung in dem Steine wird als die Eßschüssel des Schwedenkönigs bezeichnet. Hier soll Gustav Adolf eine Mahlzeit zu sich genommen haben. Auf diesem Felsblocke habe man ihm die Tafel decken müssen. Das ist natürlich Sage; denn die Geschichte weiß nichts davon, daß Gustav Adolf in dieser Gegend gewesen sei. Vielleicht ist es aber eine Verwechselung. Während des „Nordischen Krieges“ war hier der Schwedenkönig Karl XII. – In dem betreffenden Granitblocke befinden sich noch folgende Inschriften, bezw. Zeichen:+Diese Worte sollen im genannten Jahre zur Erinnerung an [[vip:gustaviiadolf|Gustav Adolf]] in diesen Stein eingemeiselt worden sein. Eine schüsselartige Vertiefung in dem Steine wird als die Eßschüssel des Schwedenkönigs bezeichnet. Hier soll Gustav Adolf eine Mahlzeit zu sich genommen haben. Auf diesem Felsblocke habe man ihm die Tafel decken müssen. Das ist natürlich Sage; denn die Geschichte weiß nichts davon, daß Gustav Adolf in dieser Gegend gewesen sei. Vielleicht ist es aber eine Verwechselung. Während des „Nordischen Krieges“ war hier der Schwedenkönig Karl XII. – In dem betreffenden Granitblocke befinden sich noch folgende Inschriften, bezw. Zeichen:
  
 G. E. R. P.\\ G. E. R. P.\\
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 Am Fuße des Turmes befindet sich eine Schutzhalle, die vielen Personen Raum bietet. –\\ Am Fuße des Turmes befindet sich eine Schutzhalle, die vielen Personen Raum bietet. –\\
  
-Im Sommer 1901 ließ sich Herr Fabrikbesitzer Raupach aus Pulsnitz auf der Höhe des Schwedensteines am Nordfuße des Turmes ein schmuckes Landhaus erbauen, das dem Berge zu einer neuen Zierde geworden ist. Im Jahr 1902 wurde vom Restaurant „Zum Schwedenstein“ aus eine bequeme Fahrstraße nach der Höhe des Berges ausgebaut.+Im Sommer 1901 ließ sich Herr Fabrikbesitzer Raupach aus [[geo:Pulsnitz]] auf der Höhe des Schwedensteines am Nordfuße des Turmes ein schmuckes Landhaus erbauen, das dem Berge zu einer neuen Zierde geworden ist. Im Jahr 1902 wurde vom Restaurant „Zum Schwedenstein“ aus eine bequeme Fahrstraße nach der Höhe des Berges ausgebaut.
  
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