sagen:wasdieheimaterzaehlt051
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| + | ====== Die grosse Feuersbrunst in Stolpen ====== | ||
| + | Selten ist eine Stadt unseres Vaterlandes wohl so oft und schwer vom Brandunglücke heimgesucht worden, als [[geo: | ||
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| + | Bei diesem Brande ging auch die berühmte Kirchen- oder sogenannte Mönchsbibliothek leider vollständig verloren. (Vgl. „Die Stolpner Mönchsbibliothek.“) Auch das alte Ratsarchiv, mit Ausnahme der Statuten, wurde ein Raub der Flammen. Ausführliche Nachrichten über diesen schrecklichen Brand Stolpens gibt M. Karl Samuel Senff, der daselbst von 1692 bis 1729 als erster Prediger wirkte. Die betreffende Schrift betitelt sich: | ||
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| + | „Historische Beschreibung des entsetzlichen Brandes, welcher den 4. März 1723 die Stadt und Bergfestung Stolpen betroffen“. – | ||
| + | Diese Schrift ist zu Budißin (Bautzen) bei David Richter noch in demselben Jahre gedruckt worden und hat einen Umfang von 3 Bogen. Auch M. Christian August Freyberg, wohlverdienter Rektor der Sankt Annenschule zu Dresden, hat dieses Brandunglück Stolpens näher beschrieben und zwar in der Schrift: | ||
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| + | „Historische Nachricht von der Meißnischen Stadt Stolpen und dem göttlichen Feuergerichte, | ||
| + | Die betreffende Schrift ist zu Dresden 1723 beim Hofbuchdrucker Stößel gedruckt worden und hat einen Umfang von zwei Bogen. – | ||
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| + | Der damalige Kurfürst, [[vip: | ||
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| + | Auch die Nachbarstädte zeigten sich gegen Stolpen im hohen Grade opferwillig und leisteten den Unglücklichen hilfreiche Hand. Selbst aus Preußen und Schlesien, aus Thüringen, Bayern und Böhmen trafen gesammelte Gelder ein. | ||
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| + | „Zum Gedächtnis dieser göttlichen Heimsuchung feierte Stolpen bis in das 19. Jahrhundert herein alljährlich am 4. März einen Buß-, Bet- und Danktag, an welchem sowohl Vor-, als auch Nachmittags über gewisse auserlesene Texte gepredigt, am Tage vorher aber Betstunde gehalten wurde.“ | ||
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| + | Wie Stolpen nach dem Brande am 4. März 1723 wieder aufgebaut ward, so ist es in der Hauptsache bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Gott schütze dieses traute Städtchen vor ferneren Heimsuchungen! | ||
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