sagen:wasdieheimaterzaehlt010
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| + | ====== Eine Erinnerung an den Vater des Dichters Langbein ====== | ||
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| + | Im Jahre 1818 wurde der Justizamtmann Ernst Ludwig Langbein in den Ruhestand versetzt, während sein Vater ein Jahrhundert früher, also im Jahre 1718, als Aktuarius in Radeberg verpflichtet worden war. | ||
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| + | Hochinteressant ist eine Begebenheit aus dem Leben des Vaters unseres Dichters, die an das Fabelhafte grenzt und eben darum verdient, allgemein bekannt zu werden. Der Justizamtmann Langbein wollte am 2. Dezbr. 1811 mit dem Amtssteuereinnehmer Müller in Amtsangelegenheiten nach Arnsdorf fahren. Zur Gesellschaft hatte er seine jüngste Tochter Wilhelmine mitgenommen. Auf der hohen, steinernen Brücke, die bei der sogenannten „Kalten Ruhe“ vor dem Pirnaer Tore über die Röder führt, stutzten die Pferde und wollten nicht mehr weiter. Unten an der Brücke spülten die anwohnenden Gerber Leder am Ufer der Röder. Offenbar scheuten die Pferde vor dem Geruche des Leders. Als nun der Kutscher durch einige kräftige Peitschenhiebe die Pferde zum Weitergehen antrieb, sprangen diese nach der entgegengesetzten Seite über das Brückengeländer. Von dem heftigen Anprall des Wagens gibt das hölzerne Geländer nach, und der Wagen stürzt mit den darinsitzenden vier Personen von der fast 5 m hohen Brücke hinunter in die Röder, doch so glücklich, daß der Wagen auf alle vier Räder zu stehen kommt. Die Insassen waren zum Tode erschrocken, | ||
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| + | Den entsetzlichen Sturz hinab in den Röderfluß hatten mehrere Leute mit Grausen beobachtet. Dieselben sprangen eiligst herbei, um den Verunglückten Beistand zu leisten, doch war die Sache günstiger verlaufen, als man vermutete. Alle waren mit heiler Haut davongekommen, | ||
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