sagen:wasdieheimaterzaehlt003
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| + | ====== Altrabrig ====== | ||
| + | Den Flurteil zwischen dem alten Schloßberge oberhalb der Schloßmühle zu Radeberg und der aus der Stadt nach Pulsnitz führenden Landstraße nannte man sonst „Altrabrig“, | ||
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| + | Petrus et Friczco habent in foedum Allodium in Radeberg, Item Ius patronatus Ecclesie parochialis ibidem, Item 1 ortum (hortum) et piscariam de Hezcilsberg usque in aldenradeberg. Das soll heißen: Peter und Fritz von Reckenitz haben zu einem Lehn ein Freigut in Radeberg. Desgleichen das Patronatsrecht der Pfarrkirche daselbst, desgleichen einen Garten und einen Fischteich von Hezcilsberg bis nach Altenradeberg. – | ||
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| + | Durch den Inhalt dieser Urkunde wird die Sage von dem früheren Standorte Radebergs zur geschichtlichen Tatsache; denn die Urkunde nennt das alte Radeberg und gibt Andeutungen, | ||
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| + | Der um die Erforschung der Heimatgeschichte sehr verdiente Lehrer Praßer in Großröhrsdorf gibt in der von ihm verfaßten Chronik vom Jahre 1869 noch folgenden Beitrag: | ||
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| + | „Unterhalb der Kirche zu Kleinröhrsdorf läuft ein uralter Weg aus dem Dorfe heraus quer durch die Fluren und wird darum der Querweg geheißen, hört aber am Walde des Dorfbergs auf. Sollte dieser Weg nicht etwa von dem Dorfe aus nach jenem alten Radeberg geführt haben, der, nachdem diese Stadt wüste geworden war, verpflanzt und auf der Radeberger Seite geebnet worden ist? – Selbst in dem Falle, daß unter jenem Hezcilsperg die Höhe hinter dem roten Vorwerke (der heutige Spitzberg) und unter dem Fischteiche der Landwehrteich gemeint sei, was jedoch ganz unwahrscheinlich ist, wird das alte Radeberg auf den oben bezeichneten Platz versetzt, da dieser Teich unterhalb des Schießhauses ausgemündet hat.“ – | ||
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| + | Auf welche Weise Altradeberg zur wüsten Mark wurde, das meldet freilich kein Buch und keine Überlieferung. Möglich ist es, daß solches geschah in den Kämpfen zwischen den Deutschen und Wenden, oder daß eine gewöhnliche Feuersbrunst das alte Radeberg in einen Aschehaufen verwandelte. Nur selten baute man in jenen Zeiten einen zerstörten Ort wieder an ein- und derselben Stelle auf. Daß Altrabrig aber sicherlich uralt besiedelt war, kann man wohl bestimmt sagen, wenn man daran denkt, daß der alte Schloßberg schon in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt wohnliche Stätten trug, wie durch gemachte Funde bewiesen wird. Seit Jahren hat freilich der Ackerpflug alles geebnet. Vielleicht stößt man aber noch einmal auf interessante Gegenstände, | ||
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